Steampunk Akte Asien



Die Ausschreibung ist beendet!
Über Facebook halten wir Euch auf dem Laufenden. Schaut vorbei bei Herausgeber Fabian Dombrowski und dem Art Skript Phantastik Verlag

Wir kennen die Gaslichtromantik von Paris, London und Berlin. Wir haben die Zeppeline zwischen der alten und der neuen Welt den Atlantik überbrücken sehen. Automaten wurden sich ihrer selbst bewusst, während die Nationen in ihrem ewig anhaltenden Streit um Hegemonie die Erfindungen zwielichtiger Wissenschaftler instrumentalisierten. Aber wenn schon hier Britannien und die Großstädte Amerikas im 18. und 19. Jahrhundert mit einigen wenigen Ausflügen in den Rest Europas dominieren, so scheint die übrige Welt und andere Zeitalter doch zu oft recht abwesend. Erwährten sich die Kulturen Süd- und Mittelamerikas mit ihren Luftschiffen gegen den Einfall der Conquistadoren? Wurde die Bibliothek Alexandrias dank eines griechischen Löschsystems gerettet? Breitete Salah ad-Din sein Reich bis in die Tiefen Afrikas aus, da die Sahara für die Wüstenkreuzer seiner Armee kein Hindernis war? Mit welchen Abwehrmaßnahmen statteten die Römer die Limes-Grenze aus, um die germanischen Flüchtlinge auf ihrer Suche nach einer neuen Heimat im Imperium zu behindern? Die erste Reise der Steampunk Akten soll jedoch gen Südost-Asien gehen.

Dafür laden der Art Skript Phantastik Verlag und Herausgeber Fabian Dombrowski Antworten auf die Fragen zu finden, wie Sun Tzus „Kunst des Krieges“ die Ingenieure zu noch tödlichen Kriegsmaschinen inspirierte, welchen Einfluss der Konfuzianismus auf die Ethik der Erfinder hatte und wie Miyamoto Musashi sein „Buch der fünf Ringe“ im Angesicht neuer Technologie anders hätte schreiben müssen. Doch wir wollen bei dieser Anthologie einen Schritt weiter gehen als bei den „Steampunk Akten: Deutschland“ ihrer Zeit. Nicht nur möchten wir hervorragenden Autoren eine Plattform für ihre Geschichten bieten, sondern auch den Grundstein für ein Shared Universe legen. Im Zentrum dieser Welt steht die Organisation Nachtfalter, die in ihrem Archiv die Berichte über mysteriöse dunkle Wesen sammelt, die den Verlauf der Historie mal im Geheimen mal in aller Öffentlichkeit beeinflussten. Dafür werden wir Autoren einige Grundinformationen zur Verfügung stellen. Abgesehen von dieser skizzenhaften Basis liegt jedoch jede Freiheit in den Händen der Teilnehmer, diesen Kosmos Leben einzuhauchen. Alles, was ihr wissen müsst, um gleich in eure Kurzgeschichte zu starten, findet ihr unter den Teilnahmebedingungen - interessant könnten auch diverse Artikel sein, die auf Fabians Blog in naher Zukunft und bis zum Ende der Ausschreibung erscheinen werden.
Fabians Blog findet Ihr hier: http://letzterrastplatz.blogspot.de/

Die Beiträge:
- Die Texte dürfen eine Länge von maximal 4500 Wörtern haben.
- Die Geschichte muss einer der Epochen der unten stehenden Zeittafel zuzuordnen sein und muss innerhalb des vom Herausgeber ebenfalls unten festgesetzten geographischen Raums spielen.
- Es muss mindestens ein dunkles Wesen vorkommen, dass einen Akteneintrag der Organisation Nachtfalter rechtfertigt und ferner mindestens eine Steampunk(ige)-Erfindung als Plot-Element dienen.
- Alle Geschichten sollte nach besten Gewissen recherchiert sein. Ethno-Kitsch oder andere kulturelle Klischees sind zu vermeiden.
- Das Genre der Phantastik hat die großartige Fähigkeit durch die Linse der Verfremdung interessante und vielleicht auch kritische Perspektiven auf die aktuelle Politik, Kultur, unseren Alltag oder einfach die Welt im generellen zu eröffnen. Das zu nutzen wird gern gesehen, ist aber nicht zwingend.
- Rassistische, sexistische oder gewaltverherrlichende Beiträge werden ohne weiteres ausgeschlossen. Das soll aber nicht heißen, das Charaktere in der Geschichte z.B. Rassisten sein können, solange es möglich ist, Figur und Autorenmeinung zu differenzieren. Sexismus, Rassismus, Kolonialismus, ect. zu thematisieren ist mehr als erwünscht. Subtile und geschmackvolle Andeutungen(!!!) von Erotik sind gerne gestattet.
- Die Beiträge müssen bisher unveröffentlicht und vom Einsender selber verfasst sein.

Die Einsendung:
- Die Einsendungen gehen mit dem Betreff "Nachtfalter Asien" an anthologie@aspverlag.de
- Die Dateien dürfen KEINERLEI Autorenamen enthalten! Dies dient der Anonymisierung und damit fairen Auswahl der Kurzgeschichten. Stattdessen sollen die Dateien einfach nach dem Muster AKTE_TitelDerGeschichte benannt werden. Erlaubt sind ausschließlich Text-Dokumente (keine PDF-Dateien). Am Anfang der Geschichte sollte unter dem Titel der Ort/die Orte und die Zeit/die Zeiten, zu denen die Erzählung spielt angegeben werden.
- In eine zweite Datei kommen die Autoreninformationen und weitere wichtige Angaben. Die Datei soll nach dem Muster INFO_TitelDerGeschichte benannt werden. Sie muss enthalten: Autorenname, Pseudonym (falls gewünscht), EMail, Postadresse, Geburtsdatum und einen knappen biografischen Text (ca. 50 Worte). Ebenfalls eine kurze Inhaltszusammenfassung eurer Geschichte (maximal 3 Sätze) und eine Stichpunkteliste, wo ihr vom historischen Verlauf der Ereignisse abweicht (keine Details, nur die gröbsten Informationen.

Die Anthologie:
- Es werden maximal 12 Erzählungen ausgewählt.
- Das Lektorat wird sehr intensiv ausfallen, um die Kontinuität der zu erschaffenden Welt zu gewährleisten. Die Autoren erklären sich bereit, mit dem Lektorat unbedingt zusammenzuarbeiten, damit dieser Effekt erzielt werden kann.
- Figuren, Schauplätze und Geschichten werden Teil des Steampunk Akten Universums. Es gibt noch keine genauen Regeln, wie und ob andere Autoren sich dieser eingebrachten Elemente bedienen werden dürfen. Sie werden jedoch mit den Autoren der „Steampunk Akten: Asien“ abgestimmt werden.

Asiatische Länder
In dieser Anthologie konzentrieren wir uns auf die folgenden, südost-asiatischen Länder:
Volksrepublik China, Tibet, Taiwan, Japan, Nordkorea, Südkorea, Bangladesch, Bhutan, Malediven, Nepal, Pakistan, Brunei, Indonesien, Kambodscha, Laos, Malaysia, Myanmar, Philippinen, Singapur, Thailand, Osttimor, Vietnam.

Die Knochen der Erde
In der Welt der Steampunk Akten wird alle Technologie mit Energie versorgt, die einer seltsamen Art von Knochen entspringt. Diese Knochen finden sich überall auf dem Planeten, ihr Ursprung ist aber ungewiss. Niemand weiß, ob sie von einer ausgestorbenen Zivilisation oder einer speziellen Art Dinosaurier (oder etwas Ähnlichem) stammen oder ob sie überhaupt ursprünglich von der Erde stammen. Die Menschheit nutzt sie jedoch seit den frühesten prähistorischen Tagen für sich und entwickelte nützliche Technologien, die mit ihnen betrieben werden. Manchmal als scheinbar magische Artefakte (zum Beispiel als Orakelknochen) eingesetzt, folgten sehr bald kleine Erfindungen, handliche Gerätschaften und nur im Ausnahmefall gigantische Konstrukte, die dann eine Vielzahl von Knochen benötigten. Später entdeckte man, wie man den Knochen effektiver Energie entlocken konnte, indem man ihnen zum Beispiel mit Dampfkraft ihren Wirkungsgrad mehr als verhundertfachen konnte. Doch noch immer sind sie eine wertvolle Ressource, denn die Knochen verbrauchen sich und zerfallen irgendwann zu nutzloser Asche.

Die Epochen

Das Zeitalter der Knochen - Bonepunk - (alles vor 200 v. Chr.)
Erste kleinere Erfindungen, die mit Hilfe einzelner Knochen betrieben werden. Größere Objekte kommen nur selten vor, es ist schwer überhaupt an genug Knochen zu kommen, sie in Fahrt zu bringen. Dennoch haben diese Erfindungen bereits großen Einfluss auf Militär, Alltag aber auch zum Beispiel Religion.

Pläne aus Stahl und Holz - Mechanistpunk (200 v.Chr. - 1450 n.Chr)
Belagerungs- und Verteidigungsgeräte werden mit Knochen betrieben. Auch an Schiffen wird experimentiert, was neuen Technologien bringen könnte. Während die Reisegeschwindigkeit jedoch sich kaum ändert, haben die Experimente großen Einfluss auf die Waffentechnologie und Kriegsführung. Aber auch die zivilisatorischen Standards werden versucht zu optimieren. An einzelnen Stellen werden sogar ganze Städte mechanisiert - auch wenn es bei diesen Unternehmen ständige Rückschläge gibt. Die wichtigste Errungenschaft dieser Epoche ist jedoch die Große Mauer. Ein Wunderwerk neuer Technologien, das die Völker im Norden abhalten soll. Viel Technologie dieser Zeit wird durch Hebelwirkung, Seilwinden und geschickt eingesetzte Wasserpumpen erreicht.

Das Ticken der Zahnräder - Clockworkpunk (1450 n.Chr. - 1750 n.Chr.)
Im Fernen Südamerika entwickelt die dortigen Völker erste Luftschiffe. Es dauert nicht lange, bis diese Technologie die ganze Welt erobert. Auch auf dem asiatischen Kontinent finden sich erste Gefährte in Himmel - manche zivil, manche militärisch. Aber auch ansonsten blüht diese Epoche vor Innovation. Überall machen sich die Da Vinicis dieser Erde an ihr kreatives Werk und revolutionieren die Idee davon, was möglich ist. Zwar erreichen die Luftschiffe noch keine Reisegeschwindigkeiten, die über die von Wasserfahrzeugen hinausreicht, doch neue Teile des Planeten werden erreichbar. Die hohen Berge, aber zum Teil wirft man auch die ersten Blicke unter die Meeresoberfläche. Doch für Asien ist es auch eine dunkle Epoche, denn erste Zeichen des europäischen Kolonialismus zeigen sich.

Ein Traum aus Dampf - Steampunk (1750 n.Chr - 1860 n.Chr)
Die Zeit der großen Wunder. Plötzlich ist alles möglich und man kann sich kaum noch des Eindruckes erwähren, dass mit einer guten Portion Hirn und einem Schraubschlüssel jede noch so unglaubliche Idee verwirklichbar wird. Doch obwohl asiatische Länder sich technologisch behaupten können und einen ganz eigenständigen Pfad neben dem von Europa einschlagen will, mischen die Imperien aus dem Westen sich doch ständig in die Politik ein, annektieren eigenes Land und schrecken auch nicht vor Waffengewalt zurück. Der Konflikt ist ausgewogener als er es ohne die großen Erfinder wäre. Aber dennoch geraten die lokalen Reiche immer mehr in Bedrängnis.

Schwarzer Rauch - Dieselpunk (1860 n.Chr. - 1910 n.Chr.)
Europa hält Asien fest im Griff. Der Kontinent ist ein Schachbrett für die Fremdherrschaft geworden, die seine Ressourcen unerbittlich ausbeuten. Neue Erfindungen sind zu oft nur noch Waffen oder neue Technologie der Unterdrückung. Nur hier und da versucht noch ein einzelner Geist, den Menschen mit der Schönheit der Technologie das Leben zu erleichtern. Irgendwo im Hintergrund baut sich ein Konflikt auf, der alles ändern könnte.

Weitere Infos:
Alter des Autors: Nur Einsendungen von Personen über 18 Jahre.

Beleg- & Autorenexemplare: Jeder Autor, dessen Beitrag abgedruckt wird erhält ein (1) Belegexemplar. Auf alle weiteren Bestellungen bekommt er 20% Autoren-Rabatt.

Honorar & Vertrag: Für die Beiträge dieser Anthologie ist kein Honorar vorgesehen. Mit jedem Autor wird ein Anthologien-Vertrag abgeschlossen, der den Umgang mit dem abgelieferten Manuskript regelt.

Bedingungen & Info: Der Text muss vom Autor selbst verfasst sein und darf keine Rechte Dritter verletzen. Jeder Autor darf nur eine Kurzgeschichte einsenden. Einsendung der Beiträge bitte als Text-Datei (bitte keine PDF-Dateien). Der Beitrag darf in keiner anderen Anthologie erschienen und/oder online veröffentlicht sein.

Einsendeschluss: 31. März 2017  Verlängert auf 31. Mai 2017