29.03.2013

Autoren Support // Eine Absage ist nicht das Ende der Welt

Eine Absage für ein Manuskript zu kassieren ist für jeden Autor schwer, besonders wenn man sich schon bei vielen Verlagen beworben hat. Doch Absagen sind nicht das Ende der Welt. Gemeinsam mit den fleißigen Leserinnen und Lesern der Art Skript Phantastik Anthologie Facebook Gruppe habe ich hier eine Liste von Autorinnen und Autoren zusammengestellt, die ziemlich viele Anläufe gebraucht haben, bis ein Verlag ihr Potential erkannt hat. 

Trotzdem sollte jeder Autor mit sich und seinen Werken kritisch sein. Für diejenigen unter Euch, die sich harter aber ehrlicher Kritik stellen wollen um an ihrem Stil zu arbeiten empfehle ich die Website FederFeuer - Eintritt auf eigene Gefahr!

Laurell K. Hamilton | Autorin der "Anita-Blake"-Reihe
200 Absagen
Quelle: www.breu-media.de

Beispiele von der Website www.andreaseschbach.de 

Richard Adams, „Watership Down“ (Unten am Fluss) – 13 Absagen von Verlagen, Absagen mehrerer Agenten. Es erschien bei einem kleinen Verlag mit einer Startauflage von 2.500 Exemplaren, weltweit wurden seither 15 Millionen Exemplare dieses Buches gekauft.

J. K. Rowling, „Harry Potter“ – ein Dutzend Absagen von großen Verlagen. Der damals kleine Verlag Bloomsbury nahm das Manuskript an, angeblich auf Empfehlung der 8-jährigen Tochter des Inhabers, und startete mit einer Auflage von 500 Stück.

John Grisham, „A Time To Kill“ – abgelehnt von 28 Verlagen und 16 Agenten (floppte allerdings in der Erstausgabe zunächst; erst „The Firm“ (Die Firma) wurde erfolgreich).

Umberto Eco, „Der Name der Rose“ – 36 Absagen

Margaret Mitchell, „Gone With The Wind“ (Vom Winde verweht) – 38 Absagen

C. S. Lewis („Narnia“) erhielt angeblich 800 (!) Absagen, ehe er das erste Mal einen Text verkaufte.

Stephen King erhielt so viele Absagen für seinen ersten Roman „Carrie“, dass er ihn schließlich in den Papierkorb warf. Seine Frau rettete das Manuskript – und damit seine Karriere.


Ihr habt noch mehr?
Immer her damit, schreibt mir einfach einen Kommentar!
Danke


17.03.2013

Zwischen Lektorat und Druckerei

Hallo werte Leserinnen und Leser

Was passiert mit einem Manuskript nachdem es fertig aus dem Lektorat kommt?
Mit dieser Frage beschäftigt sich der heutige Post. 

Nachdem Autor, Lektorat und Verlag das Manuskript gefühlte 500 Mal durchgelesen, verbessert und verändert haben wird das Endergebnis in ein Layoutprogramm (ich nutze Adobe InDesign) gesetzt. Im Vorfeld entwerfe ich dafür ein Basis-Layout.

Hier seht Ihr die Musterseiten, dieses Layout wende ich später auf alle Buchseiten an. Der Aufbau ist an sich sehr simpel, aber schon hier kann man kleine Fehlerchen machen. Für das Programm 2013 habe ich das Basis-Layout ein bisschen verändert und bin dabei auf Kritiken von Lesern und Bloggern eingegangen. 
Der äußere Rand ist nun etwas breiter, so dass niemand mit seinem Daumen beim lesen die Schrift verdeckt. Der innere Rand ist breit genug, so dass man das Buch nicht in der Mitte durchbrechen muss um die Anfänge und Enden der Zeilen zu lesen. Weil es hübsch aussieht und Platz für die Seitenzahlen gibt ist der Abstand zum unteren Rand größer als der zum oberen. 
Die beiden großen As stehen für die Seitenzahlen, die ich bei diesem Beispiel von "Vor meiner Ewigkeit" sehr groß, dafür aber auch transparent angelegt habe. 
Und zuletzt die blauen Rasterlinien, die entsprechend der Schriftgröße angeordnet sind.

Dann lege ich eine Seitenzahl fest (meist 200 für den Anfang) und ziehe gemäß den Rändern Textrahmen auf, die miteinander verknüpft werden, so fließt der Text später locker von Seite zu Seite. Solange das Manuskript noch im Lektorat ist lege ich zuerst mal den Innentitel, das Impressum, (auf Wunsch eine Danksagunsseite) und die Werbung für andere Bücher des Verlages an. 

Ebenso im Vorfeld entstehen die Absatz- und Zeichenformate in denen ich festlege welche Schrift für den Fließtext (Zeichenformat) und die Kapitelüberschriften (Absatzformat) verwendet werden. Auch hier hat sich im Vergleich zum Programm 2012 etwas verändert, der Abstand zwischen den Zeilen wurde etwas vergrößert. Während ich für das Zeichenformat immer die selbe Schrift verwende, variiert das Absatzformat je nach dem welche Schrift auf dem Buchcover verwendet wurde. 

Dann wird das Manuskript importiert, immer beginnend auf der rechten Seite und Phase 1 startet. Nun wird erst mal alles markiert und bekommt das "Fließtext"-Format zugewiesen. Dann werden die normalen "Gänsefüßchen"-Anführungszeichen in "Klammer"-Anführungszeichen umgewandelt - Nein, ich muss nicht jedes Zeichen im gesamten Text einzeln ändern, dafür gibt es die super-geniale "Suchen und Ersetzten"-Funktion ^^. 

In der 2. Phase unterteile ich die Kapitel, so dass deren Überschriften (oder Numerierung) auch wieder am Beginn der nächsten rechten Seite stehen. Gleichzeitig bekommen die Überschriften das vorher festgelegte Absatzformat zugewiesen. 

Nun beginnt Phase 3, die am meisten Zeit verschlingt. Zeilen und Wörter müssen so angelegt werden, dass
1. keine "Hurenkinder" (nicht erschrecken, das nennt man wirklich so) entstehen. Als "Hurenkinder" bezeichnet man die letzte Zeile eines Absatzes, wenn sie zugleich die erste einer neuen Seite ist. 

2. keine "Schusterjungen" entstehen. Als "Schusterjungen" bezeichnet man den Beginn einer Seite, der nach der ersten Zeile eines neuen Absatzes umbrochen wird (siehe Bild unten)
Sicherlich ist es Euch allen schon mal aufgefallen, plötzlich sind die Buchstaben oder Wörter einer Zeile sehr eng zusammengeschoben. Das passiert, wenn man das Ende einer Zeile noch mit auf die vorherige Seite schieben will und dabei die Laufweite (der Abstand zwischen den Zeichen einer Schrift) verringert
 
Unten links ein Schusterjunge, oben rechts ein Hurenkind
Bildquelle: Wikipedia
3. kein einzelnes Wort in einer Zeile steht (dieses Ziel hab ich mir gesetzt, es ist keine allgemeine Regel)
4. keine Zeile mit "..." beginnt (auch eine von meinen Regeln, sieht irgendwie komisch aus ^^). 

Je nach Umfang des Buches nimmt Phase 3 mehr oder weniger Zeit in Anspruch. Bei "Dämonenbraut" habe ich zum Beispiel rund 5 Stunden gebraucht, heute bei "Vor meiner Ewigkeit" waren es knapp 3 Stunden. 

Nun ist das Buch fast fertig. Die InDesign-Datei wird in eine PDF-Datei mit niedriger Auflösung gewandelt und noch mal an den Autor und das Lektorat geschickt. Wenn alle es noch einmal gecheckt haben und glücklich damit sind wird eine druckreife PDF-Datei erstellt und gemeinsam mit der Cover-PDF-Datei an die Druckerei geschickt und ab geht die Post. 

Ich hoffe, ich konnte Euch mit diesen Post einen kleinen Einblick in die Verlags-Welt ermöglichen.

Liebe Grüße
Grit

13.03.2013

Erste Leseprobe zu "Vor meiner Ewigkeit"

In der aktuellen Sonderausgabe des SpielxPress zur Leipziger Buchmesse gibt es die erste, exklusive Leseprobe zu "Vor meiner Ewigkeit" von Alessandra Reß. Der Roman wird vorasussichtlich Mitte 2013 im Art Skript Phantastik Verlag erscheinen. 

„Ich warf mich der neuen Welt in die Arme und sie lachte mit mir, und in meinem Unwissen merkte ich nicht, wie falsch dieses Lachen klang.“

Ohne Erinnerung erwacht der Student Simon eines Nachts in einer Stadt, in der selbst die Farben ein Eigenleben zu führen scheinen. Von einem Geistermädchen erfährt er mehr: In ihm ist die Gabe des Schläfers erwacht, und seine Aufgabe ist es, die Vampire zu jagen, welche die Stadt bevölkern und das empfindliche Gleichgewicht von Licht und Dunkelheit stören. Erst, wenn er diese Aufgabe erfüllt hat, darf er in sein altes Leben zurückkehren.

Trunken von den dunkelbunten Wundern der Stadt Dew Linae, fügt sich Simon in sein Schicksal. Doch bald schon muss er erkennen, dass er mehr und mehr seine Identität verliert. An seine Stelle tritt der Schläfer, eine seelenlose Kreatur, die nur im Tod ihrer Gegner Erfüllung findet. Verzweifelt sucht Simon nach einem Weg, sein zweites Ich zu bannen – doch trauen kann er niemandem, nicht einmal sich selbst.


Zur Leseprobe gehts HIER lang.
Mehr über den Roman und seine Autorin erfahrt Ihr HIER

09.03.2013

Anthlogie-Beiträge und wie sie bewertet werden

Liebe Leserinnen und Leser,

Ende Februar endeten die Ausschreibungen zu unseren neuen Anthologien "Masken" und "Steampunk 1851", zu beiden Themen sind einige Beiträge im eMail-Postfach des Verlages gelandet. Nun möchte ich Euch erzählen, nach welchen Kriterien ich die Beiträge für die Anthologien auswähle.

Jeder Beitrag wird in einer Excel Tabelle mit Titel, Name des Autors und Wortanzahl nach Einsendedatum festgehalten. Nachdem ich die Geschichte gelesen habe gebe ich jeweils eine Note (von 1 bis 5, wobei 1 schlecht und 5 super-hyper-mega-affen-geil ist) einmal für die Idee und einmal für die Umsetzung. Aus diesen beiden Noten errechne ich dann die "Gesamtpunktzahl" und hinterlasse bei Bedarf noch einen Kommentar im Info-Feld. Anschließend sind noch drei Felder frei "Ja", "Nein", "Vielleicht". Das sind immer die schwierigsten! Bei der Anthologie "Vampire Cocktail" gab es Geschichten, die ich unbedingt dabei haben wollte, somit war das X sofort im "Ja" Kästchen. Einige wenige Beiträge erhielten gleich ein X im "Nein" Kästchen, weil sie schlichtweg nicht zum Thema der Anthologie gepasst haben. Beiträge die mit einem X im "Vielleicht" Kästchen sind Wackelkandidaten, die am Ende noch einmal genauer unter die Lupe genommen werden.

Nachdem also alle Beiträge durchgelesen und bewertet wurden, scheiden zuerst die mit einem X im "Nein" Kästchen markierten Beiträge aus. Was "Den Stapel" erfahrungsgemäß um einiges schrumpfen lässt. Zwischen den "Ja"- und den "Vielleicht"-Beiträgen fand im letzten Jahr ... naja ... ein kleiner Krieg statt. Für die Anthologie suche ich am Ende natürlich eine gewisse Anzahl Geschichten, sie siech in Stil und Thema unterscheiden und doch miteinander harmonieren. Ich suche also erst mal die Geschichten, die sich vom Thema her ähneln und werte sie noch einmal im Detail gegeneinander aus.

Nachdem das alles passiert ist bleibt noch ein kleiner Stapel Geschichten, die sich sowohl vom Thema als auch vom Schreibstil her vollkommen unterscheiden. Dann muss nur noch ich für mich entscheiden, ob die Geschichten gleichwertig sind und ob ich genug Platz für alle habe.

Und am Ende, wenn das alles entschieden ist werden die Autoren benachrichtigt. Zuerst diejenigen, die es leider nicht geschafft haben - wobei das nicht heißen muss, dass eine Geschichte schlecht war, sondern einfach, aus welchem Grund auch immer, nicht gepasst hat. Danach benachrichtige ich "Die Gewinner", kläre mit ihnen ab, ob sie noch immer dabei sein wollen, hole mir Web-/Blog-Adresse und Mini-Lebenslauf von ihnen, bereite die Verträge vor und schicke sie schließlich an alle Autoren raus.

Ich hoffe, dieser Beitrag hat Euch einen kleinen Einblick in meine Arbeit ermöglicht. Ich mache mir die Entscheidung wirklich nicht leicht und denke sehr viel über einzelnen Beiträge nach. Ich hoffe, das Ergebnis gefällt Euch und Ihr holt Euch die beiden neuen Anthologien ^^

Liebe Grüße
Grit

01.03.2013

Die Anthologien 2013

In der vergangenen Nacht endeten die Ausschreibungen zu den beiden neuen Anthologien "Masken" und "Steampunk 1851" die Mitte 2013 im Art Skript Phantastik Verlag erscheinen werden. Der Andrang war gigantisch! Aber erst mal ein kleiner Rückblick.

2012 startete der Verlag mit seinem ersten Programm zu dem auch die Anthologie "Vampire Cocktails" zählte. 61 Beiträge wurden damals eingesendet und 16 davon schafften es in die Anthologie, die bisher sowohl bei Fans als auch bei Kritikern sehr gut ankam.

Die Anthologie "Masken" konnte den Rekord von "Vampire Cocktails" noch toppen, denn zu diesem Thema wurden 87 Beiträge eingereicht. 1.317 Mal wurde die Ausschreibung auf dem Verlags-Blog angeklickt. Ich hoffe - auch wenn das Cover eher die holde Weiblichkeit anspricht - dass sich auch die Männer damit anfreunden können, denn einige der Geschichten, die ich bisher gelesen habe sind wirklich horror-mäßig gut!

Zur Ausschreibung "Steampunk 1851" bekam ich 50 Beiträge! Was mich doch sehr positiv überrascht hat, da das Thema sehr eng gefasst war und am Anfang gar nicht richtig anlaufen wollte. Trotz allem wurde die Ausschreibung auf dem Blog 1.066 Mal angeklickt und ich freue mich schon auf spannende Geschichten zwischen Zahnrad-Mechanik und Gaslicht-Romantik. 
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