16.11.2013

Votet für unsere Anthologien!!!

Auf lovelybooks.de könnt Ihr jetzt für die Anthologien "Steampunk 1851" und "Masken" in der Kategorie "Die schönsten Kurzgeschichten 2013" abstimmen.

Hier gehts zur Abstimmung


08.11.2013

Nominiert "Vor meiner Ewigkeit"

Der Debüt-Roman von Alessandra Reß schlägt Wellen!
Leser und Rezenten sind von der dunkelbunten Urban Fantasy Welt begeistert, die Alessandra Reß in ihrem Debüt-Roman "Vor meiner Ewigkeit" beschreibt. Für alle, die das Buch bisher gelesen haben, war die Reise an der Seite von Protagonist Simon eine Erfahrung der besonderen Art. Nun habt Ihr alle die Möglichkeit der Autorin etwas zurück zu geben, denn beim der lovelybooks Lesepreis 2013 könnt Ihr das Werk gleich in mehreren Kategorien nominieren. 
Kategorie Fantasy
Kategorie Bester Buchtitel
Kategorie Bestes Buchcover

Vielen Dank für Eure Stimmen!

03.11.2013

Anthologien und ihre Bedeutung für ...


An Halloween diesen Jahres hat der Verlag seine neuen Ausschreibungen, für die voraussichtlich 2014 erscheinenden Anthologien "Die Damen der Geschichte" und "Steampunk Akte Deutschland" veröffentlicht. Doch noch immer sind Anthologien/Kurzgeschichtensammlungen für Autoren wie Leser ein unentdecktes Land und viele sind sich nicht sicher, was sie damit anfangen sollen. Darum fasse ich in diesem Artikel mal zusammen, was Kurzgeschichtensammlungen bedeuten und warum sie so wichtig für kleine Verlage und junge Autoren sind.

Was Anthologien für den Art Skript Phantastik Verlag bedeuten
Der Art Skript Phantastik Verlag hat sich von Anfang an auf die Fahne geschrieben, junge Autoren zu fördern und durch Anthologien gelingt das natürlich am besten. In einem Buch kann man viele herausragende Autoren unterbringen und sie der Welt präsentieren. Außerdem machen Großverlage eher selten Anthologien und so hat man schon mal einige Konkurrenten weniger, wenn man sich zum Beispiel für den Deutschen Phantastik Preis bewirbt. Für selbigen war die erste Anthologie des Verlages "Vampire Cocktail" im Jahr 2013 nominiert und auch wenn wir ihn nicht abstauben konnten, so ist es doch eine sehr großer Schritt für einen so kleinen Verlag gewesen.

Was Anthologien für Autoren bedeuten
Für Autoren kann eine Ausschreibung vieles sein: Herausforderung, Sprungbrett, Lebensaufgabe. Während meiner bisherigen Zeit als Verlegerin habe ich viele Autoren getroffen und ihre unterschiedlichen Meinungen zum Thema Anthologien gehört. Die Herausforderung liegt für viele Autoren darin, genau nach den Vorgaben des Verlages zu arbeiten und gleich mit einer ganzen Horde anderer Autoren in den direkten Konkurrenzkampf zu treten. Mit der Veröffentlichung in einer Anthologie machen Autoren auf sich aufmerksam und ist man in verschiedenen Anthologien von verschiedenen Verlagen vertreten so wird auch schnell klar, dass der Autor eine gute Qualität abliefert, die von verschiedenen Verlagen gleichermaßen geschätzt wird. Dies kann durchaus zum Sprungbrett für eine Romanveröffentlichung werden. Einige Autoren haben jedoch gar nicht die Absicht einen Roman zu schreiben, sondern finden einfach nur sehr viel Gefallen daran an vielen Ausschreibungen teilzunehmen und sich immer wieder der Herausforderung der Kurzgeschichte zu stellen. 
Leider gibt es auch Autoren, der der Meinung sind Anthologie-Beiträge seien eine Art Larvenstadium des Autorendaseins und sobald man mal einen Roman herausgebracht hat wäre die erneute Teilnahme an einer Ausschreibung wie ein Schritt zurück in der Karriere. Das halte ich persönlich für die falsche Ansicht, denn auch viele bekannte und gestandene Autoren, die schon viel bei Klein- und Großverlagen veröffentlicht haben nehmen immer noch gerne an Anthologie-Ausschreibungen teil.

Was Anthologien für Blogger bedeuten
Blogger nehmen in der Literaturwelt der kleinen Verlage einen sehr wichtigen Platz ein, immer mehr von ihnen werden zu Opinion Leadern, die einen Trend früh erkennen und durch ihnen Blog zu mehr Bekanntheit verhelfen. Statt "nur" die ohnehin schon bekannten Bücher aus Großverlagsproduktion zu rezensieren beginnen immer mehr von ihnen sich auf die Kleinverlage und deren Nischenprogramme zu konzentrieren. Dabei scheinen Anthologien den Bloggern sehr viel Spaß zu machen, denn sie können sich zu einem Thema, dass ihnen selbst gefällt gleich eine ganze Sammlung von Geschichten aus den Federn verschiedenster Autoren zu Gemüte ziehen. Besonders die unverbrauchten Ideen werden immer wieder von Bloggern als positives Merkmal hervorgehoben.

Was Anthologien für den Leser bedeuten
Ähnlich wie bei den Bloggern legen auch immer mehr Leser wert auf unverbrauchte Ideen und Schreibstile, die nicht vom amerikanischen Mailsteam beeinflusst sind. Leider ist dem Otto-Normal-Leser das Wort Anthologie oder Kurzgeschichtensammlung eher weniger geläufig.Weshalb die Kleinverlage um jeden Leser kämpfen. Doch wer einmal seine Leidenschaft für Anthologien entdeckt hat, der kommt nicht mehr davon los.

01.11.2013

Anthologie Ausschreibung: Steampunk Akte Deutschland

Anthologie-Ausschreibung
Steampunk Akte: Deutschland

Die Angaben in Kürze
Thema: Eine Geschichte aus dem Steampunk-Genre, die in Deutschland spielt und mindestens ein düsteres Wesen (Vampire, Dämonen, Nachtalben, Dunkelelfen, Gestaltwandler, Wertiere/Werwölfe, Satyre, Succubi, Incubi, Poltergeister, der Teufel, Zombies, Hexen, Golem, ...) beinhaltet.
Genre: Steampunk
Titel des Beitrags: Wird vom Autor selbst bestimmt
Was muss in dem Beitrag vorkommen: Starke Steampunk-Elemente, die Erwähnung Deutschlands (bzw. einer deutschen Stadt), mindestens ein düsters Wesen.
Zeit & Ort: Zeit wird vom Autor selbst bestimmt, Ort: Deutschland
Umfang des Beitrages: max. 5.000 Wörter (keine Mindestwortangabe)
Alter des Autors: Keine Altersbeschränkung. Bei Autoren unter 18 Jahren müssen die Erziehungsberechtigten ihre Zustimmung zur Veröffentlichung der Geschichte geben.
Belegexemplar: Jeder Autor, dessen Beitrag abgedruckt wird erhält ein (1) Belegexemplar.
Honorar & Vertrag: Für die Beiträge dieser Anthologie ist kein Honorar vorgesehen. Mit jedem Autor wird ein Anthologien-Vertrag abgeschlossen, der den Umgang mit dem abgelieferten Manuskript regelt.
Bedingungen & Info: Der Text muss vom Autor selbst verfasst sein und darf keine Rechte Dritter verletzen. Von jedem Autor kann nur eine Geschichte abgedruckt werden (es können jedoch mehre Beiträge eingesendet werden). Einsendung der Beiträge bitte als Word-Datei. Der Beitrag darf in keiner anderen Anthologie erschienen und/oder online veröffentlicht sein. Um eine kurze Zusammenfassung des Beitrags wird gebeten.
Einsendeschluss: 28.02.2014

Fragen können jederzeit über Facebook, den Blog oder auch per Mail an 
anthologie@aspverlag.de gestellt werden. Beiträge senden Sie an anthologie@aspverlag.de mit dem Betreff „Steampunk Akte Deutschland“. Bitte schreiben Sie folgende Daten tabellarisch in die eMail: Name, Pseudonym (falls vorhanden), Adresse, kurze Zusammenfassung des Beitrags (ca. 5 Sätze). Die Beitrags-Datei sollte idealerweise den Namen der Geschichte tragen.

Anthologie Ausschreibung: Die Damen der Geschichte

Anthologie-Ausschreibung
Die Damen der Geschichte

Die Angaben
Thema: Die Geschichte einer weiblichen, historischen Persönlichkeit neu erzählt mit einem düsteren Wesen (Dämonen, Nachtalben, Vampire, ...).
Genre: (Pseudo) Historical Fantasy, Dark Fantasy, Urban Fantasy, gerne auch mit Mystery und anderen Teilgebieten der Dark Fantasy
Titel des Beitrags: Wird vom Autor selbst bestimmt
Was muss in dem Beitrag vorkommen: Eine weiblichen, historischen Persönlichkeit, ein düsteres Wesen
Zeit & Ort: Wird vom Autor selbst bestimmt
Umfang des Beitrages: max. 5.000 Wörter (keine Mindestwortangabe)
Alter des Autors: Keine Altersbeschränkung. Bei Autoren unter 18 Jahren müssen die Erziehungsberechtigten ihre Zustimmung zur Veröffentlichung der Geschichte geben.
Belegexemplar: Jeder Autor, dessen Beitrag abgedruckt wird erhält ein (1) Belegexemplar.
Honorar & Vertrag: Für die Beiträge dieser Anthologie ist kein Honorar vorgesehen. Mit jedem Autor wird ein Anthologien-Vertrag abgeschlossen, der den Umgang mit dem abgelieferten Manuskript regelt.
Bedingungen & Info: Der Text muss vom Autor selbst verfasst sein und darf keine Rechte Dritter verletzen. Von jedem Autor kann nur eine Geschichte abgedruckt werden (es können jedoch mehre Beiträge eingesendet werden). Einsendung der Beiträge bitte als Word-Datei. Der Beitrag darf in keiner anderen Anthologie erschienen und/oder online veröffentlicht sein. Um eine kurze Zusammenfassung des Beitrags wird gebeten.
Einsendeschluss: 28.02.2014

Fragen und Beiträge senden Sie an anthologie@aspverlag.de mit dem Betreff „Die Damen der Geschichte“. Bitte schreiben Sie folgende Daten tabellarisch in die eMail: Name, Pseudonym (falls vorhanden), Adresse, kurze Zusammenfassung des Beitrags (ca. 5 Sätze). Die Beitrags-Datei sollte idealerweise den Namen der Geschichte tragen.

27.10.2013

Bald gibt es wieder Ausschreibungen

Anthologien kamen in den letzten Jahren unglaublich gut bei Autoren und vor allem bei den Lesern an. Vollkommen klar, dass es auch 2014 wieder neue Geschichtensammlungen geben wird.

"Vampire Cocktail", die erste Anthologie des Verlages, erschien 2012 und behandelte in 16 Kurzgeschichten das Thema Vampire und Cocktails. Daraus entstand ein wilder, bunter Mix aus klassischen Vampir-Geschichten und aktuellen Trend-Themen. Obwohl das Thema am liebsten als "ausgelutscht" abgetan wird wurde die Anthologie 2013 für den Deutschen Phantastik Preis nominiert.

Im Jahr 2013 folgten die Anthologien "Masken" mit düsteren Wesen, wie Vampire, Dämonen und andere Kreaturen der Nacht, und "Steampunk 1851" ebenfalls mit dunklen Wesen und einem Schwerpunkt auf dem Thema Steampunk im Jahre 1851. 

Die nächsten Ausschreibungen werden an Halloween 2013 ausgeschrieben werden und hier gibt es schon mal die ersten Bild-Hinweise, die ich vor einer Weile auf Facebook gepostet habe.

Na, könnt Ihr die Themen der zwei neuen Anthologien erraten?

14.10.2013

Das war die BuCon 2013

Am vergangenen Wochenende fand in Dreieich (Nähe Frankfurt) zum 28. Mal der Buchmesse Convent, kurz BuCon, statt und der Art Skript Phantastik Verlag war mit dabei. Zwischen Elben, Steampunk-Damen, Ufo-Theoretikern und allerlei Schreiberlingen und Verleger-Tieren fühlte ich mich pudelwohl. Leider hatte ich selbst keine Kamera dabei, aber dafür durfte ich mich bei Bildern von anderen bedienen, vielen Dank dafür ^^.

Verlegerin Grit Richter mit Autorin Stefanie Bender
Bildquelle: Federspuren
Man mag meinen, dass es nicht viele Bücher-Freunde zum BuCon schaffen, da er gleichzeitig mit dem großen Bruder - Der Frankfurter Buchmesse - stattfindet, doch weit gefehlt! Der Besucherrekord vom letzten Jahr wurde sogar getoppt und insgesamt stürmten 500 Leute das Bürgerhaus in Dreieich. Unter diesen Besuchern befanden sich auch einige Damen und Herren aus dem Autoren- und Schreib-Forum Tintenzirkel. Vielen Dank auch hier, für die tollen Gespräche mit bekannten und neuen Autorinnen (mein Tisch-Nachbar fragte, ob das alles noch Schülerinnen seien, sie sähen ja so unglaublich jung aus ^^). 

Auch viele meiner Autoren haben den Weg an den kleinen Stand gefunden. Unter anderem Stefanie Bender (Federspuren), die in der Anthologie Vampire Cocktail mit der Kurzgeschichte "Blutcocktail" und in "Masken" mit "Die Maske des Gargoyles" vertreten ist. Sowie Alessandra Reß (Dew Linae) die Autorin von Vor meiner Ewigkeit und Fabian Dombrowski (Facebook), der in der Anthologie "Steampunk 1851" mit der Kurzgeschichte "Der Automat" dabei ist. Vielen Dank auch an alle anderen Besucher des kleinen Standes, es hat sehr viel Spaß gemacht Euch alle kennen zu lernen bzw. wieder zu sehen. 

Verlegerin Grit Richter mit Fabian Dombrowski und Alessnadra Reß
Bildquelle: Fabian Dombrowski
Gegen Abend wurde auch noch der Deutsche Phantastik Preis verliehen. Leider konnte der nominierte Vampire Cocktail den begehrten Preis nicht gewinnen. Aber mit der ersten Anthologie, im ersten Verlagsjahr schon nominiert zu sein, ist ein großer Schritt und nächstes Jahr legen wir gleich mit den neuen Anthologien "Steampunk 1851" und "Masken" nach!

Zwischen drin wurden Interviews mit allen Verlegern gemacht und ich möchte Euch das Art Skript Phantastik Interview nicht vorenthalten. Ich hoffe, es gefällt Euch, mir hat es auf jeden Fall sehr viel Spaß gemacht, auch wenn es vollkommen spontan war.

20.09.2013

50 Fakten über die Verlegerin



Mein Name ist Grit Richter, ich bin Verlegerin und hier findet Ihr 50 Fakten über mich ^^.
Natürlich dürft Ihr sie gerne kommentieren!


  1. Ich habe den Art Skript Phantastik Verlag gegründet, weil es mich ärgerte, dass es so wenig deutschsprachige Autoren in der Welt der düsteren Phantastik gibt. 
  2. Ich bin mit Mangas und Animes aufgewachsen und lese/schaue beides bis heute gerne!
  3. Ich bin Cineastin - Meiner DVD-Sammlung umfasst ca. 200 Filme und diverse Serien. 
  4. Ich liebe Blumen, trotzdem geht bei mir fast alles ein. 
  5. Ich bin 1,53 m groß. 
  6. Meine Lieblingsfarbe ist Giftgrün.
  7. Die Heldin meiner Kindheit war Sailor Moon.
  8. Ich liebe Doctor Who mehr als Star Trek und Star Wars zusammen!!!
  9. Ich bin Patin meines ältesten Neffen und einer Bücher-Tausch-Telefonzelle.
  10. Ich liebe die deutsche Sprache.
  11. Klatsch und Tratsch finde ich super ^^
  12. Ich liebe Vampire seit ich 15 bin.
  13. Für den Verlag habe ich ein YouTube Video aufgenommen.
  14. Ich trage fast nie Parfüm.
  15. Ich fand den Film "Der Pate" langweilig, Teil 2 auch, Teil 3 hab ich gar nicht mehr angeschaut. 
  16. Ich liebe den Herbst.
  17. Ich trage so gut wie nie Make-up.
  18. Ich trinke nur zwei mal im Jahr Alkohol.
  19. Meine korrekte Berufsbezeichnung lautet "Staatlich geprüfte Grafik-Designerin".
  20. Ich schreibe selbst Geschichten und veröffentliche sie.
  21. Ich fahre einen orangenen Toyota Aygo.
  22. Ich liebe Tierparks.
  23. Kakao trink ich lieber als Kaffee.
  24. Neben dem Verlag arbeite ich als Mädchen für alles in einer IT-Firma.
  25. Meine Lieblingsstadt ist Dresden, trotzdem mag ich keinen Dresdner Christstollen.
  26. Pfauenfedern sind cool!
  27. Ich besitze Salz- und Pfefferstreuer in der Form von Goethe und Schiller Büsten. 
  28. Meine Lieblingsepoche ist der Rokoko.
  29. Quentin Tarantino hat am gleichen Tag Geburtstag wie ich.
  30. Lady Gaga hat einen Tag später ^^
  31. Ich liebe die Musicals von Michael Kunze.
  32. Mein bester Kumpel und ich sehen zusammen aus wie Minnie Maus und Kater Karlo.
  33. Ich gebe fremden Leuten mein Parkticket, wenn es noch nicht abgelaufen ist.
  34. Ich hasse den Namen Justin.
  35. Ich mag deutsch Synchronisierte Filme und Serien und es ist mir egal ob sich die Leute siezen!!!
  36. Ich kann häkeln.
  37. "Interview mit einem Vampir" war das erste Buch, das ich gelesen habe.
  38. Ich brauch zwei Wecker ... oder mehr - nicht weil ich nicht wach werde, sondern weil es lustig ist so viele Wecker auszumachen ^^
  39. Ich bade jeden Tag und dusche fast nie.
  40. Die Alienrasse vor der ich am meisten Angst habe sind die Cybermen
  41. Ich tage gerne Kleider aber ungern Röcke.
  42. Auf meinem Oberschenkel befindet sich eine Pigmentstörung in Form eines rennenden Wildschweins.
  43. Ich nutze Firefox und liebe Füchse.
  44. Ich liebe die Filme vom Studio Ghibli.
  45. Meine Lieblingszahl ist die 3.
  46. Ich liebe die Musik aus den 70ern und 80ern.
  47. Ich gebe jedem den ich kennenlerne sofort einen Spitznamen. 
  48. Ich stehe lieber hinter als vor der Kamera. 
  49. Ich singe beim Autofahren
  50. Ich liebe Batman UND Captain America.

07.09.2013

Das war das Fechenheimer Literaturfestival 2013

 
Liebe Leserinnen und Leser,

an dieser Stelle wollte ich nun eigentlich eine Reihe von Clips präsentieren, die die Autorinnen beim lesen ihrer Werke zeigen. Leider macht mein Programm gerade Probleme und so gibt es nun eine kleine Zusammenfassung und ein paar schöne Bilder aus Fechenheim. 

Am 17.08.2013 fand in Frankfurt das 2. Fechenheimer Literaturfestival statt und der Art Skript Phantastik Verlag war natürlich wieder mit dabei. Im geräumigen Loftelier 65 saßen die Autorinnen auf einer Treppe umringt von Kunstwerken der Inhaberin Angela Reinike. Von 15.00 bis 21.30 Uhr wurde aus den Werken "Dämonenbraut" und "Vor meiner Ewigkeit", sowie den Anthologien "Vampire Cocktail", "Masken" und "Steampunk 1851" gelesen. Nebenher wurden an einem kleinen Stand die Bücher des Art Skript Phantastik und des Amrûn Verlages an interessierte Zuhörer verkauft. 

Hier nun ein paar kleine Einblicke. Für eine größere Ansicht einfach auf die Bilder klicken. Die Bildrechte liegen beim Art Skript Phantastik Verlag sowie bei den jeweils abgebildeten Personen.

(Fast) alle Autorinnen vor der Lesung.
Von links nach rechts: Kriss Ruhi, Corinna Schattauer, Nina Sträter, Jana Oltersdorff, Christina M. Fischer, Denise Mildes, Bianka Brack und Alessandra Reß

http://www.angela-reinike.de/loftelier65.htm
—  Loftelier 65, Frankfurt Fechenheim.

Christina M. Fischer liest aus "Dämonenbraut"

Jana Oltersdorff liest die Kurzgeschichte "Der perfekte Cocktail" - erschienen 2012 in der Anthologie "Vampire Cocktail"

Denise Mildes liest die Kurzgeschichte "Legenden" - erschienen 2012 in der Anthologie "Vampire Cocktail"
Sowie später noch die Kurzgeschichte "Das Ende der Fiktion" - erschienen 2013 in der Anthologie "Steampunk 1851"

Alessandra Reß liest aus ihrem Debüt-Roman "Vor meiner Ewigkeit" - 2013 erschienen im Art Skript Phantastik Verlag.

Andrea Bienek liest aus der Kurzgeschichte "Das Meisterwerk" - erschienen 2013 in der Anthologie "Steampunk 1851"

Bianka Brack liest aus der Kurzgeschichte "Dämonenmaske" - erschienen 2013 in der Anthologie "Masken"

Stefanie Bender liest aus der Kurzgeschichte "Die Maske des Gargoyls" - erschienen 2013 in der Anthologie "Masken"

Ellen Kaiser liest aus der Kurzgeschihchte "Eine Harlekinade" - erschienen 2013 in der Anthologie "Masken"

An Brenach liest mit ihrem mitgebrachten Überraschungsgast aus der Kurzgeschichte "Zeit des Übergangs" - erschienen 2013 in der Anthologie "Masken"


31.08.2013

"Vor meiner Ewigkeit" Leserunde auf LovelyBooks

Seit einiger Zeit läuft bereits eine Leserunde zu "Vor meiner Ewigkeit" bei LovelyBooks. Autorin Alessandra Reß ist natürlich mit dabei um Fragen zu beantworten und mit den Lesern zu diskutieren.

Wenn auch Ihr Interesse an dem Buch habt und mehr darüber erfahren wollt, verfolgt die Diskussion auf LovelyBooks und teilt uns Eure Meinung mit!

02.08.2013

2. Fechenheimer Literaturfestival 2013

 
Werte Leserinnen und Leser,

2012 fand das erste Fechenheimer Literaturfestival statt bei dem der Art Skript Phantastik Verlag mit vier Autoren vertreten war. Dieses Jahr lesen 12 Autoren aus fünf verschiedenen Titeln des Verlages.

Am 17.08.2013 wird die Loftelier 65 in Frankfurt-Fechenheim (Alt Fechenheim 65 60386 Frankfurt am Main) zum Treffpunkt düsterer Geschichten. Die Besucher des Literaturfestivals haben nicht nur die Möglichkeit, den spannenden Geschichten der Jung-Autoren zu lauschen, sie können alle Bücher des Verlages (auch die, aus denen nicht vorgelesen wird) vor Ort erwerben und die Autoren stehen dem Publikum natürlich auch für Fragen zur Verfügung und schreiben auf Wunsch Widmungen und Autogramme in die gekauften Bücher.

Hier ist der Tagesablauf, eine Speisekarte an literarischen Leckereien, die der Art Skript Phantastik Verlag zu bieten hat.

14:45 Uhr - Begrüßung & Vorstellung

Block #1
15:00 Uhr - Christina M. Fischer
- Dämonenbraut
15:30 Uhr
- Jana Oltersdorff - Der perfekte Cocktail*
16:00 Uhr
- Denise Mildes - Legenden*
Kurze Pause

Block #2
16:30 Uhr
- Alessandra Reß - Vor meiner Ewigkeit
17:00 Uhr
- Andrea Bienek - Das Meisterwerk***
17:30 Uhr
- Denise Mildes - Das Ende der Fiktion***
Kurze Pause

Block #3
18:00 Uhr
- Kriss Ruhi - Baikalsee**
18:30 Uhr
- Bianka Brack - Dämonenmaske**
19:00 Uhr
- Stefanie Bender - Die Maske des Gargoyls**
19:30 Uhr
- Nina Sträter - Was bin ich?**
Kurze Pause

Block #4
20:00 Uhr
- Ellen Kaiser - Eine Harlekinade**
20:30 Uhr
- Corinna Schattauer - Danse Macabre**
21:00 Uhr
- An Brenach - Zeit des Übergangs**

21:30 Uhr
- Danksagung & Verabschiedung
WICHTIG: Änderungen sind vorbehalten und können auch noch kurzfristig eintreffen.

Ich hoffe Ihr lasst Euch dieses Ereignis nicht entgehen und erscheint zahlreich. Aber keine Angst, ich habe natürlich auch an die Gedacht, die nicht mit dabei sein können. Alle Lesungen des Art Skript Phantastik Verlages werden aufgenommen und (wenn alles gut läuft) später zeitnah auf YouTube hochgeladen, damit jeder etwas davon hat. 







P.S.: Am 02.06.2013 wird Alessandra Reß zum ersten Mal auf KaleidosKOp-Festival in Koblenz aus ihrem Roman "Vor meiner Ewigkeit" lesen. Mehr Infos HIER

08.07.2013

Offiziell qindiefiziert


Werte Leserinnen und Leser,

mit Stolz darf ich verkünden: Der Art Skript Phantastik Verlag ist offiziell qindiefiziert!!!

Seit kurzem ist der Art Skript Phantastik Verlag, als erster Verlag überhaupt, Mitglied des Qindie Autorenkorrektivs. Q – steht für Qualität. Indie wie Selfpublisher/Indie-Autorinnen und Autoren und ganz frisch nun auch Indie-Verlage. 

Mit dem eBook-Boom kam auch ein Überangebot an verschiedensten Büchern. Heutzutage kann jeder ein Buch veröffentlichen und jeder einen Verlag gründen, was dazu führt, dass der Leser vor lauter Büchern schon gar nicht mehr weiß, was er kaufen soll. Qindie hat es sich zum Ziel gesetzt dem potentiellen Leser eine Plattform zu bieten auf der er lesenswerte eBooks bzw. klassisch gedruckte Bücher findet, die von Autorinnen und Autoren in Zusammenarbeit mit sachverständige und fachkundige Buchbloggerinnen und Bloggern zusammengestellt wurden und durch das Q gekennzeichnet sind. 

Mehr zu Qindie findet Ihr HIER.


02.07.2013

Für die deutschsprachige Autoren-Welt

Liebe Leserinnen und Leser, 

es schreiben mir immer wieder sehr spannende Leute: Autoren, die ihre Werke vorstellen oder die Druckerei, die letzte Korrekturen an den Covern übergibt und so weiter, der Alltag. Doch heute war eine ganz besondere Mail in meinem Posteingang. 

Eine Frau stellte mir eine amerikanische Vampir-Buchreihe vor, die sie sehr mag, von der jedoch nur Teil 1 in Deutschland erschienen ist. Der Verlag führt sie nicht weiter, weil das Thema nicht mehr ins Programm passt. Die Frau bat mich nun zu prüfen, ob die weiteren Teile der Reihe nicht in meinem Verlag erscheinen könnten.
 

Zuerst möchte ich sagen, dass ich es unglaublich schön finde, wie viel Mühe sich Buch-Fans und Leseratten machen und wie umfangreich sie sich für ihre Lieblings-Bücher einsetzten. Das überrascht und erfreut mich immer wieder auf sehr positive Weise. 

Doch da der Art Skript Phantastik Verlag sich auf die Werke deutschsprachiger Autoren spezialisiert hat habe ich der Dame folgende Antwort geschrieben: 

Sehr geehrte Frau ██████,
vielen Dank für Ihre Mail.

Der Art Skript Phantastik Verlag hat sich auf die Bücher deutschsprachiger Autoren spezialisiert. Leider ist es mittlerweile so, dass unzählige Romane aus dem englischsprachigen Raum ins deutsche übersetzt werden und die Zunft der deutschsprachigen Autoren durch dieses Überangebot kaum noch eine Chance hat einen Verlag zu finden oder mit ihren Werken aus der Masse herauszustechen. Selbst Kleinverlage beginnen schon damit amerikanische Werke zu importieren und gerade diese Verlage waren es bisher, die den Autoren in Deutschland, Österreich und der Schweiz dabei geholfen haben einen Fuß in die Tür der Verlagswelt zu bekommen.

Das ist ein Trend den ich sehr bedauere, darum habe ich schon frühzeitig von Übersetzungen abgesehen und mich stattdessen den sehr kreativen Autoren aus dem deutschsprachigen Raum gewidmet, die die Themen der dunklen Phantastik auf vollkommen andere Weise interpretieren.

Nichtsdestotrotz bin ich sehr angetan von Ihrer Leidenschaft der Serie „████████“ gegenüber. Ich hoffe, sie finden einen Verlag, der die nötigen Mittel und das passende Programm dafür hat.

Mit freundlichen Grüßen
Grit Richter
Und genau so ist es, mir liegt die deutschsprachige Autoren-Szene sehr am Herzen, ganz besonders natürlich der Bereich der düsteren Phantastik, von daher ist mein Interesse am Import ausländischer Romane mittlerweile sehr gesunken. Das nur mal so zur Ausführung meines Standpunktes als Verlegerin. 

Liebe Grüße
Grit

27.06.2013

Die ersten Absätze aus "Steampunk 1851"

Das Verlagsprogramm 2013 liegt in den letzten Zügen und geht bald an die Druckerei raus. Grund genug Euch noch ein bisschen anzuheizen! Hier sind, als kleine Leseprobe, die ersten Absätze der Kurzgeschichten aus der Anthologie "Steampunk 1851"!

Viel Spaß beim reinlesen ^^

Steampunk 1851
Mehr Infos auf der Verlags-Website




Das Ende der Fiktion // Denise Mildes
Der Geruch des Todes, das süßlich-faulige Aroma des Unvermeidlichen, hing im Schlafzimmer. Ihr Atem ging flach, ihre Augenlider flatterten der ewigen Dunkelheit entgegen. Sein Blick streifte den Nachttisch: Ein Fläschchen, gefüllt mit etwas Gräulichem, beschwerte bekritzelte Seiten, daneben lag ihre gesprungene Brille. Er beugte sich herab und hauchte ihren Namen. Beim Klang seiner Stimme erstarrten ihre bebenden Lider.  

Monsieur Foucault und das Wesen des Lichts // Sabine Frambach
Nabot hockte auf dem Holzfußboden, spielte an seinen hornigen Zehen und wartete. Monsieur Foucault war vertieft. Er murmelte, während er eine Skizze zeichnete. Immer wieder verrückte er die Kerze, um das Papier besser zu beleuchten. Seit Stunden hatte Nabot keinen Auftrag mehr bekommen. Er gähnte, wischte sich über die gelblichen Augen und reckte die Arme. Wieder betrachtete er seine Zehen, doch solange er auch starrte, sie wurden nicht interessanter. Nabot seufzte. Und auch Monsieur Foucault atmete einen Stoß verbrauchter Luft aus, zerknüllte das Papier und warf es auf den Boden.
 

Lykonium // Marco Ansing
Wundermittel löst Energieproblem
Ein Artikel von Johann Alexander Krieger, Reporter des Hamburger Hansebotens

London – »Lykonium ist das Mittel der Zukunft. Ein Liter lässt Züge hunderte Kilometer reisen, mit fünf Litern können Schiffe den Atlantik überqueren und denken Sie an die Möglichkeiten für Flugmaschinen!«, berichtete Professor Dr. Gaston Dutreil von der Pariser Universität Sorbonne, Inhaber des Lehrstuhls für Angewandte Physik und Technik, am 7. Mai 1851.  

Das Meisterwerk // Andrea Bienek
»Guten Abend, werte Herren. Entschuldigen Sie bitte die Störung. Gehören Sie zum russischen Gendarmerie-Spezialkorps?«
Vasilii Kosloff fragte sich, ob der Mann die Masern hatte. Rote Flecken verteilten sich im pockennarbigen Gesicht und die Haltung deutete auf einen geschwächten Allgemeinzustand hin. Hier war ein Arzt vonnöten und kein Gendarm! Vorsichtshalber rutschte er ein paar Zentimeter von dem Uniformierten weg, während er sich eine Antwort überlegte.
 

R.S.O.C. // Hendrik Lambertus
Die Abendsonne spiegelte sich rot in den 352 Panorama-Fenstern der Crystal Palace. Die gewaltige Kraft von vier 120 Fuß langen Rotoren trieb das Luftschiff hoheitsvoll über den Dächern von London dahin. Seine sieben Decks waren zusammen höher als der Palace of Westminster. Allein das elektrische Licht in allen Räumen verbrauchte stündlich etwa so viel Energie wie drei der riesigen Maschinenfabriken von Manchester.  

Archibald Leach und die Rache des Toten // Markus Cremer
Es war wieder einer dieser Tage, an denen ich Archibald Leach am liebsten mit Vergnügen erwürgt hätte. Aber der Reihe nach. Mein Name ist Sarah Goldberg und ich arbeitete damals bereits seit einigen Jahren mit Archibald zusammen. Gerne würde ich schreiben, dass seine besondere Auffassungsgabe mich bezauberte, doch dies war nicht der Fall. Mehr noch als seine Klugheit und animalische Ausstrahlung faszinierte mich seine außerordentliche Kühnheit. Wenngleich ich nicht sicher bin, ob Kühnheit die richtige Bezeichnung ist. Angstfrei trifft es besser. Ein interessantes Talent, allerdings brachte dieser glatzköpfige Schmock mich damit entweder in Gefahr oder zur Raserei.  

Tote Kaninchen // Luzia Pfyl
»Ah, New York, New York! Endlich sind wir da!«
»Ja, ich kann die Stadt schon von hier riechen.«
Sophie verschränkte die Arme und verzog den Mund. »Jetzt sei nicht so brummig, Lena. New York ist eine große Stadt und du hast eben eine feine Nase.«
 

Der Automat // Fabian Dombrowski
Schnee wehte in das ausgebrannte Zimmer an der Avenue Gambetta. Kurz legte er sich auf die schweigende Staubdecke, auf die Glasscherben, Holzsplitter und Möbeltrümmer. Doch beim nächsten Windstoß wirbelten die weißen Flocken zusammen mit dem Dreck wieder auf. Schwach, aber bestimmt kämpfte sich durch das harsche Wetter die Mittagssonne. Blitzend spiegelte sie sich auf dem menschenähnlichen Bronzekörper des Automaten. Starr, ohne jede Regung, stand er inmitten der Zerstörung, die ein Kanonengeschoss während der Aufstände vor wenigen Jahren angerichtet hatte. 

Die ersten Absätze aus "Masken"

Das Verlagsprogramm 2013 liegt in den letzten Zügen und geht bald an die Druckerei raus. Grund genug Euch noch ein bisschen anzuheizen! Hier sind, als kleine Leseprobe, die ersten Absätze der Kurzgeschichten aus der Anthologie "Masken"!

Viel Spaß beim reinlesen ^^

Masken
Mehr Infos auf der Verlags-Website



Eitelkeit // Marina Clemmensen
Kenneth stellte den Kragen seines aus der Mode geratenen Gehrocks auf.
Nachdem er einen erneuten Blick in den von schwarzen Wolken beherrschten Himmel geworfen hatte, zog er den Kopf so weit zwischen die Schultern wie es ihm möglich war und spurtete aus dem Hauseingang heraus. Der Nachbar von gegenüber, welcher an seinem Fenster stand und sich das Unwetter von seinem behaglichen Heim aus anschaute, winkte grüßend. Kenneth erwiderte den Gruß mit einem sehr knappen Nicken, während er, mit einer Hand seinen Hut festhaltend, über die Straße rannte.

Der dunkle Prinz // Detlef Klewer
Walzerklänge erfüllten den Raum. Susanne … tanzte. Sie verlor sich in der wiegenden Musik, tanzte so leichtfüßig als habe sie in ihrem ganzen Leben nichts anderes getan. Mit geschlossenen Augen schwebte sie fast über den Tanzboden.

Besessen // Luisa Meißner
Grimmig lauschte Bakari auf das Wehklagen der Frauen, das sich überall im Dorf erhob. »Wir müssen etwas unternehmen«, knurrte er, »erst zerfleischt etwas all die Tiere, die wir jagen müssen, um zu überleben, und nun trifft es sogar unsere Stammesmitglieder. Das war jetzt schon das vierte Mal. Niako war noch ein Kind, verflucht!« Wütend trat er einen Kiesel über den ausgedörrten Boden.

Carmesí // Sabrina Železný
Die Nacht war außergewöhnlich warm; der Duft der Orangenblüten lag wie ein schwerer Schleier über der Stadt. Normalerweise liebte Raquel die bedrückende Süße, atmete sie gern in tiefen Zügen ein. Doch in dieser Nacht war es anders als sonst.

Dämonenmaske // Bianka Brack
Brittany sah versonnen auf den Bildschirm vor sich. Soeben machte sie eine Buchung für ein Pärchen fertig, welches in Las Vegas heiraten wollte. Sie schob ihre Brille ein Stück höher. Durch die Gläser wirkten ihre Augen unnatürlich groß. Doch sie benötigte sie, denn ohne war sie fast blind.

Danse Macabre // Corinna Schattauer
In ihrem Traum hörte sie eine Sirene, ohrenbetäubend laut.
Big Ben schlug Mitternacht. Sie stürzte zu Boden.
Dann wachte sie auf.

Die Maske des Gargoyles // Stefanie Bender
Winter 1886
Der Sturm tobt schon seit Stunden. Eisiger Wind fegt an den Schlossmauern entlang und dringt in jede Ritze des alten Mauerwerks. Die sonst so lebhafte Kleinstadt liegt wie ausgestorben zu meinen Füßen. Vereinzelt halten Kutschen an Haustüren, um auch die letzten Passanten in die sicheren vier Wände zu geleiten. Nach und nach erlischt das Licht hinter den Fenstern der Wohnungen. Vielleicht ist es die Angst, die sie veranlasst, die Häuser zu verdunkeln. Menschen haben immer Angst. Ihre Seelen sind zerfressen von Furcht und Zweifel. Ich spüre, dass der Sturm nur der Vorbote eines harten, langen Winters ist und der verhasste Schnee schon bald auf die Erde niederfallen wird.

Eine Harlekinade // Ellen Kaiser
»Narri!«, schallt es über die Menge. Ich rolle mit den Augen und zwinge mir ein »Narro!« hervor. Warum bin ich noch einmal hier? Ganz bestimmt nicht, weil ich Freude daran habe, verkleideten und nicht verkleideten Narren dabei zuzusehen, wie sie Scheiße bauen und sich besaufen.

Joyce // David Michel Rohlmann
Schwermütig erblickte ich die leuchtenden Kristallfenster des Schlosses, das wie eine weiß gepuderte Krone auf dem Gipfel des Berges thronte. Vor dem nächtlichen Horizont hob sich das Gebäude als bloßer Schemen ab und das dichte Schneetreiben erschwerte zusätzlich die Sicht, sodass ich froh hätte sein sollen, es überhaupt gefunden zu haben.

Baikalsee // Kriss Ruhi
Heute stand Jakob in der Redaktionssitzung vor mir. »Ihr neuer Kollege, Tim Schröder«, hieß es und Jakob grinste mich breit an. Er heißt Jakob, nicht Tim. Ich habe meiner Kollegin gesagt, dass mir schlecht sei und bin gegangen. Sofort. Gerannt. Und habe die Wohnungstür dreimal abgeschlossen. Was soll ich jetzt tun?

Der Tempel der Masken // Alexandra Neumeier
Wer wird er heute sein? Mein Blick streift über Metall und Seide, Holz und Stein, Pappmaché, Porzellan und Glas. Die Fackeln an den Wänden bringen Rubine zu feurigem Leben, spiegeln ihre Flammen auf Bronze. Kristalle werfen regenbogenfarbene Prismen auf matte Lederflächen, und die flackernden Schatten erwecken dunkle Augenhöhlen zum Leben.

Verborgene Düsternis // Markus Cremer
Die ärmliche Hütte lag am Rand der ausgedehnten Zuckerrohrfelder. In ihrer alten Heimat hätte die Hütte gerade für sie alleine gereicht. Jetzt teilte sie sich die windschiefe Unterkunft mit ihrem altersschwachen Bruder Danoo, ihrem Sohn Alifaa und seinem Weib Josepha. Ihr Bruder schnitzte an einer Figur, während sie den mageren Eintopf mit Kräutern aus der Gegend würzte. Sie konnte sich noch an die afrikanische Küste erinnern. Der Geschmack von Affenbrot schien vor ewigen Zeiten verblasst zu sein. Damals war sie die hübsche Buwaani gewesen, die Frau, auf deren Geheiß mehrere Dutzend Krieger ausrückten. Jetzt war sie in der Neuen Welt. Angeblich hatte der Präsident die Sklaverei längst abgeschafft, doch der Präsident kam nicht in ihre Gegend.

Die Geister der vergangenen Welt // Marie H. Mittmann
Dutzende Spiegelscherben schmiegten sich wie Schuppen an Violets Gesicht und glühten im Licht der untergehenden Sonne, während sich hinter ihr bereits der Mond über die Dächer erhob. Zwischen den Hütten der Stadt wurden Lampions entzündet; winzige Farbtupfer in einer Welt aus grauem, kaltem Metall. Windlichter brannten an den Rändern der Brücken, die die Gebäude der fliegenden Stadt miteinander verbanden. Aus dem leuchtenden Orange der Wolken tief unten im Abgrund wurde Pink, dann Violett und schließlich tiefstes Blau.

Was bin ich? // Nina Sträter
Zahllose Scheinwerfer tauchten die Studiobühne in gleißendes Licht, sodass es praktisch unmöglich war, die Zuschauer, die zu Hunderten auf den meterhohen Rängen des großen Saales saßen, zu erkennen. Dennoch wirkte Moderator Urs Wollschläger vollkommen souverän und gelassen, als er die Bühne durch einen schwarzen Samtvorhang betrat, zwischen den beiden bunt dekorierten Tischreihen, die darauf aufgebaut waren, hindurchging und sich mit seinem breiten, ungemein gewinnenden Lächeln vor dem für ihn unsichtbaren Publikum verbeugte. Von einer Sekunde auf die nächste wurde dröhnender Applaus hörbar, als habe jemand einen Schalter umgelegt.

Zeit des Übergangs // An Brenach
Feol Diszuk hasste die Zeit des Übergangs. Doch er hasste sie nicht, weil sich die Sonne drei Wochen nicht mehr zeigte und die Nächte lang und dunkel waren. Er hasste sie, weil sie die Zeit der gesellschaftlichen Verpflichtungen, der Maskenbälle und anderer Veranstaltungen war, bei denen er erscheinen musste. Zudem befahl das religiöse Gebot, sämtliche aggressiven Tätigkeiten wie Jagden oder Wettkämpfe, ja sogar die Gedanken daran, einzustellen. Damit war es im Grunde vorgeschrieben, sich wie ein Mensch zu verhalten, der höflich um Entschuldigung bat, wenn ihm jemand auf den Fuß getreten war, was kein anständiger Dämon jemals tun würde.

Zwischen Diesseits und Jenseits // Katarina Kojic
Ich schlafe nicht, ich schlafe nie, sollten Menschen nicht schlafen?
Aurelie Martine stand am Fenster ihrer Einzimmerwohnung. Ihr Blick war in die Ferne gerichtet, fast so als könnte sie das pulsierende Leben der Metropole ausblenden. Die Lichter der Stadt erhellten den Nachthimmel, kein Stern war zu sehen, nur der Mond leuchtete einsam am schwarzen Firmament.
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