Die andere Seite der Anthologie

Heute möchte ich Euch etwas über Anthologien erzählen.

Eine Anthologie oder Blütenlese (gr. ἀνθολογία anthología „Sammlung von Blumen“, vgl. die lateinische Lehnübersetzung florilegium) ist eine Sammlung ausgewählter Texte verschiedener Autoren oder eine themenbezogene Zusammenstellung aus literarischen, musikalischen oder grafischen Werken. - Wikipedia.de/Anthologie

In Deutschland genießen Anthologien im allgemeinen keinen besonders guten Ruf, sie gelten als schnell gemachter Nebenverdienst für Verlage. Doch dieser Eindruck kommt nicht von ungefähr, denn einigen Anthologien sieht man tatsächlich an, dass sie schnell und lieblos dahingeschustert wurden um Geld einzubringen.

Doch ich möchte Euch heute von der anderen Seite der Anthologie erzählen! Denn der große Vorteil an Anthologien ist, große Verlage machen keine! Was wiederum heißt, dass klein Verlage praktisch freie Bahn haben. Natürlich gibt es unter den kleinen Verlagen auch massenweise gute und hervorragende Anthologien, die sowohl im Aussehen als auch im Inhalt glänzen.

Der größten Vorteil einer qualitativ hochwertigen Anthologie für den Verlag: Man kann mit ihr Preise gewinnen. Wie gesagt stellen große Verlage keine Anthologien her, weshalb kleine Verlage bei Preisen wie dem Deutschen Phantastik Preis nur gegen "Ihresgleichen" (also andere kleine Verlage) antreten müssen. Die Chancen für die Anthologie oder einzelne Beiträge daraus nominiert zu werden stehen um ein vielfaches besser als bei Romanen, wo man sich gegen die großen Publikumsverlage durchsetzten muss, was eher seltener gelingt.

Ich mache Anthologien weil ich unglaublich viel Spaß daran habe, ich möchte neue Autoren kennenlernen und fördern. Ihnen ein Buch übergeben in dem ihre Geschichte bestmöglich präsentiert wird und mit dem sie wiederum sich selbst präsentieren können. Ich denke, mit der ersten Anthologie "Vampire Cocktail" ist mir das schon ganz gut gelungen, für 2013 plane ich die Anthologien "Steampunk 1851" und "Masken" - Wollt Ihr dabei sein?