29.06.2012

Ab in den Druck

Endlich geht es richtig los! Gestern Nacht habe ich alle vier Bücher auf den Server der Druckerei hochgeladen. Nun werden die Daten gecheckt und sobald ich mein OK gebe (und ich hoffe, das kann ich bald) geht das Programm 2012 auch schon in den Druck. Alle Bücher des Verlages werden auf der Quantum Druckmaschine angefertigt und wie das abläuft könnt Ihr in diesem Clip sehen. 

28.06.2012

Das Mysterium Lektorat

Dieser Prozess des Lektorierens bleibt den Lesern meist verborgen, darum habe ich die Fans auf der Facebook-Page und dem Blog dazu aufgerufen ihre Fragen an unsere Lektorin zu stellen, die dafür sorgt, dass aus Rohdiamanten-Manuskripten des Art Skript Phantastik Verlages kleine literarische Schmuckstücke werden. Es kamen einige spannende Ansätze zusammen und ich hoffe dieses Interview gefällt Euch und bringt ein bisschen Licht in das Mysterium „Lektorat“. Sabine Dreyer (Lektorat Tat-Worte) steht Euch nun Rede und Antwort.

Sabine, Du bist seit über 10 Jahren Lektorin, arbeitest auch als Ghostwriter, Werbetexterin und bietest Schreibcoaching an. Seit dem Jahr 2000 gibt es dutzende von Büchern aus Publikumsverlagen, On-Demad Projekten und Privatausgaben bei denen Du deine Finger mit im Spiel hattest. Von Büchern über Webauftritte bis hin zu Texten für Hochzeitszeitungen oder Reden für Kaufhauseröffnungen leistest Du einen Rundum-Support für das geschriebene und gesprochene Wort.

ASP Verlag: Was hat Dich dazu bewogen, Dich als Lektorin selbstständig zu machen, welche Voraussetzungen/Ausbildung sollte man für diesen Beruf mitbringen, und ist es ein Beruf mit Zukunft?

Antwort SD: Bewogen hat mich natürlich die Liebe zum Buch und zu Geschichten allgemein, auch wenn es bis zur Selbstständigkeit als Lektorin ein langer Weg war. Ich komme ursprünglich aus Betriebswirtschaft und bin dort im Marketingbereich hängen geblieben, weil sich herausstellte, dass ich ein „Händchen“ für Werbetexte und Slogans besitze. Irgendwann kam ich mit einem Verlag in Kontakt, und eins gesellte sich zum anderen. Weiterbildung, Herausforderungen, Weiterentwicklung ... Das war der berühmte „Fuß in der Tür“.

Letztendlich war die Entscheidung, mich als freiberufliche Lektorin selbstständig zu machen, auch eine Entscheidung mehrerer zusammentreffender und teils glücklicher Umstände aus dem beruflichen und privaten Umfeld.

Die meisten Lektoren großer Verlage blicken auf ein Studium in Bereichen wie Literaturwissenschaft, Germanistik/Anglistik usw. zurück bzw. wird es dort auch verlangt, allerdings haben Verlagslektoren auch meist ein anderes und umfangreicheres Aufgabenfeld. Sie sind häufig an den Planungen des Verlagsprogramms beteiligt, an der Suche nach geeigneten Manuskripten (Prüfen der Einsendungen), an den späteren Marketingaktivitäten u.a.
Freiberufler wie ich hingegen konzentrieren sich überwiegend auf die Manuskripte selbst.
Aber „Lektor“ ist keine geschützte Berufsbezeichnung, in dieser Folge ist natürlich auch aus anderen Berufsgruppen der Quereinstieg möglich, wenn man offen für ständiges Lernen und Weiterbildung ist und bleibt.
Mitbringen sollte man unbedingt eine große Leidenschaft für Bücher/Geschichten (fürs Lesen) im Allgemeinen und ein gutes Sprachgefühl im Besonderen, zu dem sich sehr gute Kenntnisse der Muttersprache – oder der Sprache, mit der man arbeiten will – und eine gute Allgemeinbildung gesellen sollten.
Die Liebe zu Büchern sollte man allerdings nicht gleichsetzen mit den Anforderungen, die der Beruf mit sich bringt. Nicht jeder Viel- oder Gerneleser hat auch Talent zum Lektorieren, so wie nicht jeder Lektor auch ein großartiger Autor ist.
Ob dieser Beruf eine Zukunft hat, weiß ich nicht. Der Buchmarkt verändert sich, Autoren werden unabhängiger von Verlagen und Lektoren. Er wird sicher nicht so schnell aussterben, aber ich glaube nicht, dass sich darin absehbar neue Möglichkeiten eröffnen oder es ein Beruf mit großer Zukunft ist, es sei denn, der Bereich des Selbstpublizierens nimmt ihn maßgeblich mit auf. Viele verzichten heute leider ganz auf ein Lektorat, weil es auch immer eine Kostenfrage ist, mit der sich entweder der Verlag oder der Autor beschäftigen müssen, der sich an den Freiberufler wendet. Solche Investitionen wollen überlegt werden. Gerade durch die Veränderung des Buchmarkts wird das einzelne Buch immer mehr zu einem immer kleineren Teil einer unübersichtlichen Masse, denn dieser Markt wird von immer mehr Autoren erobert, die ohne die heutigen Möglichkeiten vielleicht nie ein Buch veröffentlichen würden. All das will konsumiert werden, aber im Gegensatz zur schreibenden Zunft wächst die lesende nicht zwangsläufig auch so rasant, fürchte ich. Da überlegt sich jeder, wie viel er in was heute noch investiert.
  

ASP Verlag: Wie gestaltet sich die Arbeit an einem Manuskript?

Antwort SD: Das ist unterschiedlich und kommt auf das Manuskript selbst und den Auftrag an. Im Normalfall verschaffe ich mir erst mal einen Gesamteindruck vom Inhalt durch ein Exposé (das darf auch gerne ausführlich sein) und vom mutmaßlichen Aufwand. Dann kläre ich mit Verlag oder Autor ab, was zu tun ist, d. h. wenn es schon definierte Probleme gibt wie bspw. Dialogschwächen oder Plausibilitätsprobleme … oder oder … wird das natürlich vorrangig berücksichtigt. Manche Auftraggeber formulieren explizit, dass ich z. B. die Finger vom Erzählstil lassen und mich nur auf den Storyverlauf, Grammatik, Rechtschreibung und Zeichensetzung konzentrieren soll, andere möchten insbesondere einen stilistischen Feinschliff.
Gibt es diesbezüglich keine Vorgaben, halte ich mich an meine Erfahrungswerte und kommentiere im Verlauf, was mir inhaltlich auffällt, um es später mit dem Autor durchzusprechen.
Vom Arbeitsablauf funktioniert es meist so, dass ich ein Skript lektoriere, dann geht es zurück zum Autor/Verlag, der meine Korrekturen sichtet, und dann kommt es wieder zurück zur Abschlusskorrektur.
In dieser Zeit ist die Kommunikation zwischen meinem Partner und mir unterschiedlich lebhaft, je nach dem, welchen Gesprächs- und „Verhandlungsbedarf“ es gibt.

ASP Verlag: Wirft man einen Blick auf die online Plattformen, auf denen sich Autoren (und die, die es noch werden möchten) treffen, prallen oft zwei Meinungen aufeinander. Die eine sagen „Ich muss nicht perfekt schreiben können, nur die Idee zählt, den Rest macht das Lektorat.“ Die anderen halten dagegen: „Ein Lektorat soll nur Kleinigkeiten ausbessern, darum muss ein Manuskript schon annähernd perfekt sein.“ Wo liegt die Wahrheit?

Antwort SD: Eine Aussage der Art „Ich muss nicht perfekt schreiben können, nur die Idee zählt“ ist sehr gewagt. Natürlich erwartet niemand Perfektion, wo gibt es die schon? Und ein gutes Manuskript wird sicher auch nicht wegen einiger Flüchtigkeitsfehler vom Verlag abgelehnt. Aber ein Autor betreibt ein Handwerk – das Schreiben –, und selbstverständlich sollte er das auch einigermaßen beherrschen und beweisen, dass er seine Arbeit ernst nimmt, denn wenn er das selbst schon nicht tut, wie sollte ein anderer ihn ernst nehmen?

Mir wäre bspw. eine Kosmetikerin mit fettigen Haaren, fleckigen Klamotten und abgefressenen Fingernägeln auch suspekt, denn ein gepflegtes Äußeres gehört schließlich zu ihrem Job. Und dieses gepflegte Äußere präsentiert ein Autor, der mit Sorgfalt an seinem Text arbeitet.

Im Grunde kann man absolut nichts falsch machen, wenn man sowohl dem Inhalt wie auch dem Handwerk alle Aufmerksamkeit widmet, denn alles andere ist Schlamperei und trifft auch meist auf entsprechende Reaktionen.


ASP Verlag: Als selbstständige Lektorin arbeitest Du nicht nur für Verlage sondern nimmst auch Projekte von selbstständigen Autoren an, die ihr Buch zum Beispiel über ein Book-on-Demand-Portal verkaufen. Nimmst Du grundsätzlich alle Werke an, die man Dir zuschickt oder machst Du auch Abstriche, wenn ein Manuskript Dir gar nicht zusagt, bzw. wirklich nicht zu retten ist? Wie gehst du mit solchen Projekten um?

Antwort SD: Klar mache ich auch mal Abstriche. Es gibt gelegentlich Manuskripte, mit denen ich überhaupt nichts anfangen kann, aber meist liegt es nicht alleine am Manuskript.
Es kommt auf das Gesamtpaket Autor-Werk an. Ich habe schon sehr „anstrengende“ Jobs gehabt, allerdings waren die fundamentiert mit einem sehr guten Verhältnis zum Autor, so dass es vielleicht keine leichtfüßige Freude war, aber immerhin eine Herausforderung, aus der ich auch selbst viel mitgenommen habe.
Es ist nun einmal so, dass wir Freien uns die Jobs nicht immer aussuchen können, und deshalb spielt bei meiner Entscheidung, ob ich ein eher schwieriges Manuskript annehme, natürlich auch die aktuelle Auftragslage eine Rolle. Wenn ich gut beschäftigt bin, sage ich einem schwierigen Manuskript eher ab als in Zeiten, in denen es ruhiger ist.
Ich spiele jedoch immer mit offenen Karten, nehme also prinzipiell keine kritischen Aufträge an, indem ich dem Autor Begeisterung vorheuchle. Denn das hilft weder ihm noch dem Manuskript und mir schon gar nicht.


ASP Verlag: Durch Bücher wie Harry Potter oder Twilight haben viele Jugendliche die Lust am Schreiben wiederentdeckt. Hast Du auch schon Aufträge von unter 18Jährigen (durch die Eltern der Schreiber) bekommen, und wenn Ja, wie sahen diese aus?

Antwort SD: Das kommt gelegentlich vor. In den letzten Jahren hatte ich zwei Manuskripte von Teenagern auf dem Tisch, die ich mit Autor/in und Eltern abgewickelt habe.
Das eine war eine fantastische Geschichte mit Schwerpunkt Pferden. Die sollte ohne Umwege als on-Demand-Buch erscheinen, weil die Eltern das Buch nur im nächsten Umfeld verschenken wollten. Das zweite war eine Vampir-Lovestory a la Bella und Edward. Hier hingen schon mehr Hoffnungen dran – elterlicherseits –, dass aus dem talentierten Kind eine neue Stephenie Meyer werden könnte.
Meist jedoch scheitern solche Aufträge am Geld. Ich bekomme zwar öfter Anfragen von schreibenden Teenagern, aber die wissen meist nicht, wie sie mich bezahlen sollen, denken sogar häufig, ich mache das zum Spaß, und oft wissen die Eltern nicht mal, dass ihre Kinder überhaupt schreiben.


ASP Verlag: Als Lektorin musst Du objektiv und immer auf der Jagd nach Fehlern sein. Wie schaffst Du das bei einem Werk, das Dir sehr gut gefällt, das Dich fesselt und Dich alles andere vergessen lässt?

Antwort SD: Ich lasse mich nicht besonders schnell von einem Buch derart fesseln, dass ich den Blick auf die Arbeit verliere. Glücklicherweise kann ich Beruf und privates Lesen ganz gut trennen.
Ein Manuskript, das ich bearbeiten soll, lese ich mit ganz anderen Augen und Gedanken im Hinterkopf wie ein „fertiges“ Buch, das ich abends mit auf die Couch oder ins Bett nehme. Sehr viel öfter passiert es mir, dass ich die Lektorin in mir nicht vollständig ausschalten kann.
Vielleicht bin ich diesbezüglich auch ein wenig abgestumpft, denn ich tue ja den ganzen Tag nichts anderes als lesen.

ASP Verlag: Spätestens seit dem Fall Karl-Theodor zu Guttenberg ist das Wort „Plagiat“ in aller Munde. Auch abseits von Doktorarbeiten ist das ein großes Thema. Wann wird ein Text zum Plagiat, wie kann man das erkennen und als Autor auch vermeiden und hast Du selbst schon einmal ein Plagiat erkannt?

Antwort SD: Über Plagiate ist viel geredet und geschimpft worden, so wie sich die Gemüter gerade erst am Urheberrecht verbissen haben.
Die Frage, wann ein Text zum Plagiat wird, ist einfach zu beantworten: Wenn ein fremder Text übernommen wird, ohne dies korrekt zu kennzeichnen, oder wenn ein fremder Text umgearbeitet wurde, das Original aber dennoch heraus klingt. Eine Satzumstellung macht z. B. noch keinen neuen Urheber.
Die Frage, wie man ein Plagiat erkennt, ist nicht ganz einfach zu beantworten, denn man müsste schließlich erst einmal auf die Idee kommen, dass sich bei einem vorliegenden Text um eines handeln könnte – oder man müsste zufällig das Original kennen, und dann muss man natürlich recherchieren.

Vermeiden lässt sich das durch eine ganz einfache Maßnahme: Immer schön selbst schreiben, und wenn man wirklich mal auf einen fremden Text zurückgreifen muss, ihn korrekt der Quelle und/oder dem Autor zuweisen, zitieren bzw. Kontakt aufnehmen und die Erlaubnis zur Verwendung einholen.

Ja, ich hatte auch schon mit Plagiaten zu tun. Einmal nach dem Hinweis eines Jurymitglieds bei meiner Anthologieausschreibung, weil ich das Original selbst nicht kannte. Ich hatte aber glücklicherweise ein Buch des ziemlich bekannten Autors zuhause, in dem ich Story dann fand, die für meinen Wettbewerb ein wenig ummodelliert worden war.
Ein anderes Mal hat sich eine „Kollegin“ an den Texten auf meiner Webseite bedient und diese beinahe 1:1 übernommen. Das fand ich einerseits ganz schön dreist, andererseits aber auch amüsant, weil es auch eine Aussage über deren „Kreativität“ war, die sie verkaufen wollte.


ASP Verlag: Vor kurzem kam eine Reportage, die über die Veränderung der Sprache berichtet hat. Darin wurde vor allem gezeigt, dass viele Jugendliche durch den Gebrauch von Abkürzungen in SMS oder eMails immer mehr Schwierigkeiten damit haben, richtige Sätze zu scheiben. Wie denkst Du darüber, verkommt die deutsche Sprache oder ist das nur ein von den Medien hochgepushter Unfug und die Schreiber sind noch auf dem gleichen Level wie vor 10 Jahren?

Antwort SD: Ich glaube nicht, dass SMS, Chat oder Mail die wahren Ursachen des Sprachverfalls sind. Ich glaube ja auch nicht, dass Ballerspiele aus Jugendlichen Amokläufer machen.
Wer die Regeln kennt und gelernt hat, kann sie auch brechen.
Das wirkliche Problem eines Sprachverfalls sehe ich darin, dass diese Regeln heute zunehmend an Gewicht verlieren, und das beginnt schon in der Schule. Lautschriftliches Schreiben wird gelobt und belohnt, auch wenn nur die Hälfte aller Buchstaben eines Wortes korrekt „erraten“ wurden. Meine Tochter z. B. schreibt heute noch manchmal „viehle“,weil sie es in der Grundschule so verinnerlichen durfte, was ich wirklich verflucht habe. Das Schreiben selbst wird außerdem in vielen Fällen ersetzt durch das Verteilen von Kopien, mit denen die Kinder sich beschäftigen sollen. Wir haben noch tafelweise abschreiben müssen – oder aus Büchern – und hatten Hornhaut an den Fingern (ich hatte sie jedenfalls).
Schlicht gesagt: Die praktische Übung, die z. B. meine Generation noch mit der schriftlichen Sprache hatte, eben weil wir sehr viel mehr – und vor allem richtig – schreiben mussten, wird immer weniger. Die Wörter, die ich damals im Diktat falsch geschrieben hatte, musste ich berichtigen, indem ich hundert Mal zum Beispiel das Wort „Katastrophe“ schreiben musste. Danach habe ich nie wieder vergessen, dass man es mit ph und nicht mit f schreibt. J

Dazu kommt sicher auch der große technische Markt mit seinen Medien. Wo vor Jahren noch nicht so viel Auswahl bestand und man vielleicht eher mal zu einem Buch gegriffen, sich draußen mit Freunden rumgetrieben oder Brieffreundschaften gepflegt hat, gibt es heute zig andere Möglichkeiten. In vielen Fällen ersetzt sogar der Fernseher leider die Gute-Nacht-Geschichte. Ich bin immer wieder zutiefst erschrocken, wenn ich mitbekomme, wie viele Kinder heute kaum noch die alten Märchen kennen.

Möglicherweise trägt auch unser „Multikulti“ zu diesen Beobachtungen bei. Wir haben heute wahrscheinlich viel mehr ausländische Jugendliche in den Statistiken als früher, die sich mehrsprachig in Deutschland bewegen, und ich nehme an, dass einem die Muttersprache immer am nächsten steht. Begleitend hat sich da eine Sprachkultur (nennt man das „Kanackisch“?) entwickelt, die Nationalitäten übergreifend praktiziert wird.

Und so denke ich, dass dieser beobachtete Sprachverfall eine Folge mehrerer Entwicklungen der vergangenen Jahre ist.

ASP Verlag: Vielen Dank, dass Du dir Zeit genommen und uns einen Einblick in Deine Arbeit gegeben hast.

27.06.2012

Autoren Support // Was mache Euer Buch einzigartig?

Ihr schreibt etwas und haltet es für fantastisch!
Richtig so, denn nur wenn ihr selbst Euer Werk genial findet könnt ihr es einem Verlag auch richtig anpreisen. Aber warum sollte ein Verlag Euer Manuskript zu einem Buch umsetzen wollen? Was macht Euer Buch so einzigartig, so speziell, dass ein Verlag es einfach haben MUSS?
In der Welt der Werbung nennt man diesen speziellen Punkt den USP, unique selling proposition, den einzigartigen Verkaufswert oder auch das Alleinstellungsmerkmal. Etwas spezielles an Eurem Buch, durch dass es sich von Konkurrenz-Büchern auf dem Markt unterscheidet.

Und nun seid Ihr dran! Findet heraus was Euer Buch einzigartig macht, was es von anderen Büchern auf dem Markt unterscheidet. Das Resultat solltet ihr denn unbedingt dem Verlag in dem ihr veröffentlichen wollt mitteilen. Denn der Verlag (bzw. die Person, die im Verlag für die Bewertung der eingesendeten Manuskripte zuständig ist) denkt sich  "Schon wieder ein Vampir-Buch" oder "Schon wieder eine Liebesgeschichte" - in dem Moment ist es Euer Job klarzustellen was Euer Vampir-Buch / Eure Liebesgeschichte usw. so speziell macht, warum es sich von den gefühlten Millionen andere Vampir-Bücher/Liebesgeschichten/... unterscheidet.

Aber auch andersherum wird ein Schuh daraus, wenn Ihr ein etwas geschrieben habt, was vollkommen neu ist (oder neue Ansätze hat). Auch das sollte einem Verlag schmackhaft gemacht werden, denn etwas Neues zu verlegen, dass vernab vom Mainstreem spielt, ist auch eine Herausforderung für den Verlag.

Der USP kann dem Verlag später auch dabei helfen, das Spezielle an Eurem Buch nach Außen zu tragen und dem potenziellen Käufer zu vermitteln. Ihr seht also, wie Euer Buch aufgenommen wird, liegt in Euren Händen!

24.06.2012

3 Engel für den Art Skript Phantastik Verlag


Der Blog Phantastikinsel veranstaltet bald ein Literaturfestival in der Nähe von Frankfurt. Bisher haben sich dafür schon 18 Autorinnen und Autoren gemeldet, die aus ihren aktuellen Fantasy-Werken vorlesen werden. Unter ihnen auch drei Autorinnen des Art Skript Phantastik Verlags:

Christina Fischer, Autorin von "Dämonenbraut",
Stefanie Bender, die in der Anthologie "Vampire Cocktail" mit der Kurzgeschichte "Blutcocktail" vertreten ist und Stefanie Mühlsteph, die ebenfalls in der Anthologie "Vampire Cocktail" mit der Geschichte "Bittersüß wie Absinth" vertreten ist.

Veranstaltungsdatum und Programm werden bald HIER bekannt gegeben. Ich halte Euch auf dem Laufenden, denn neben all den Autoren werden natürlich auch viele Zuschauer und vor allem Zuhörer gebraucht ^^

12.06.2012

Vampire Cocktail // Die Kurzgeschichten

Liebe Leserinnen und Leser, 

hier zu allen Kurzgeschichten eine kleine Zusammenfassung - viel Spaß beim schmökern!


Bittersüß wie Absith // Stefanie Mühlsteph
London, die Docks, zwischen Opiumhöhlen und Kneipen beginnt Ava ihre Suche nach dem einen Mann, von dem sie hofft, ihn nie unter solchen Umständen aufsuchen zu müssen.

Legenden // Denise Mildes
Auf der Suche nach einem kühlen Bier verschlägt es John Smith in eine kleine Bar in Manhattan, dort macht er Bekanntschaft mit Harold G. Johnston. Merkwürdig, denn beiden kommt es so vor, als hätten sie sich schon einmal getroffen.

Unter dem Nebelmond // Michael Zandt
Ein Mann des Gesetzes, eine Frau vom Stamm der Lamia und ein schwer krankes, kleines Mädchen, zusammengeführt durch das Schicksal und verbunden durch uralte Magie. 

Fang mich, wenn du kannst! // Diana Scott
Lea will einfach nur Ferien auf Zypern machen und vergessen, dass ihr Freund sie hat sitzen lassen. Wer konnte schon ahnen, dass sich ausgerechnet in ihre Ferienanlage ein Vampir verirrt?

Kleiner Zauber // Sabine Frambach
Normalerweise sterben Vampire nicht so schnell. Jakubs Liebste hatte das jedoch eindrucksvoll geschafft, nun ist er von dem Wunsch beseelt sie mit einem Ritual wiederzubeleben. Allerdings enthält die Zutaten-Liste einige Tücken.

Auf dem Weg zum Mars trink ich nie Bloody Mary // Bianka Brack
Das Jahr 2500, Tanja ist ein Kopfgeldjägerin und auf dem Weg zum Mars um einen Auftrag zu erfüllen. Doch die Reise ist lang und unterwegs kann man durchaus seinem Schicksal begegnen.

Bloody Brain // Markus Heitkamp
Eine stürmische Nacht an der Küste, eine liebenswert-tollpatschige Vampirin und diverse kleine Missverständnisse. Mehr braucht es nicht um eine Kostüm-Party auf den Kopf zu stellen.

Neonnacht // Alessandra Reß
Wenn das Leben bitter ist, dein Freund dich verlassen hat und der Arbeitsmarkt dich auch nicht haben will, geh in eine Bar und lass alle Sorgen hinter dir. Das denk sich zumindest Juni, bis sie auf die schöne und gleichzeitig merkwürdige Persephone trifft.

Pisco Sour, Pishtaco Sour // Sabrina Železný
Grace ist auf dem Weg zu ihrem Gefährten, der im Hochland von Peru eine ganz besondere Entdeckung gemacht hat. Während sie auf der Zugfahrt eine interessante Begegnung mit einem Einheimischen hat, stellt ihr Gefährte fest, dass er noch nicht alle Geheimnisse des sagenumwobenen Landes gelüftet hat.

Blutcocktail // Stefanie Bender
Lara und Steffen sind ein eingespieltes Team, sowohl in ihrer Bar als auch privat, bis eine rothaarige Schönheit die Bar betritt und das Glück der beiden zerstört. Kann ein Cocktail alles wieder gut machen?

Insiderwissen inklusive // Sigrid A. Urban
Eigentlich verbringt Martin seine Zeit lieber daheim, doch in dieser Nacht zieht es ihn in eine Bar, zu einer schönen Frau und Abwechslung. Nichtsahnend, dass er mehr Abwechslung bekommen würde, als ihm lieb ist. 

Garvamore, der beste Single Malt der Welt // Nina Sträter
Rick Sprenger, Redakteur und sein Kollege Hermann Plotz aus der Bildredaktion haben die einmalige Gelegenheit über die Vorstellung eines neuen Single Malt Whiskys zu berichten. Was sie nicht wissen, auf der alten Destillerie liegt ein Fluch, der bis heute nicht verebbt ist.

Spielhölle // Olaf Lahayne
Gabriela ist eine Spielerin und eigentlich ist alles wie immer, bis sie an ihrem Roulett-Tisch einen Mann trifft, der jedes Spiel gewinnt.
Miami Nights // Leonie Sielska
Die Tage in Miami sind heiß, die Nächte auch, wie Marianna weiß, und ausgerechnet in einer solchen Nacht muss sie sich mit einer Gruppe verfeindeter Werwölfe treffen. Dumm nur, dass diese schon tot sind als die Vampirin ankommt.

Der perfekte Cocktail // Jana Oltersdorff
Harry Petersen ist Besitzer einer Cocktail-Bar und ein Vampir. Dass er seinen Gästen Drinks mit ganz speziellen Zutaten serviert ist selbstverständlich. Dumm nur wenn gerade die Gesundheitsinspektorin vor der Tür steht.

Der Gast ist König // Sven Linnartz
Eine clevere Geschäftsidee, die richtigen Kunden, die perfekte Strategie und schon läuft der Laden ... nur warum muss er laufen?

Die Anthologie "Vampire Cocktail" erscheint voraussichtlich im Juli und kann dann vorerst über Amazon bezogen werden.

08.06.2012

Autoren Profil // Fay Winterberg

Und auch mit dabei im Autoren Profil Fay Winterberg. Die selbstständige End-20erin wird im Art Skript Phantastik Verlag ihren Debüt-Roman Wien, Stadt der Vampire veröffentlichen. Außerdem versorgt sie ihre Fans regelmäßig mit News und Infos über das Schreiben auf ihre Facebook-Seite und ihren Blog.

Doch nun übergebe ich das Wort gleich an sie. Fay, was möchtest du deinen potenziellen Fans und Lesern mitteilen?

Ich möchte gerne erzählen, wie ich zum Lesen und dadurch auch zum Schreiben gekommen bin. Als Teenie hatte ich an Büchern nicht das geringste Interesse, ich mochte lieber Comics und Fernsehen. Doch gerade über Letzteres bin ich dann zu den Büchern gekommen, denn ich hatte den Film Interview mit einem Vampir gesehen und war vollauf begeistert. So rannte ich in die Buchhandlung meines Vertrauens (in der ich vorher meine Comics gekauft habe) und kaufte mir den ersten Roman der Chronik der Vampire von Anne Rice. Dem Thema Vampire war ich von diesem Moment an verfallen, auch wenn ich zwischen drin einen Abstecher in die Welt von Harry Potter machte. 

Ich las danach die üblichen Verdächtigen unter den Vampir-Büchern, darunter Dracula, Carmilla und auch Teile der Anita-Blake-Reihe, ja später sogar die Twilight-Bücher. Als ich dies alles durch hatte begann ich erneut die Chronik der Vampire zu lesen und dabei fiel mir etwas auf. Ich konnte es nicht wirklich deuten, es war wie ein Gedanke, der sich in meinem Hinterkopf festgesetzt hatte, ich konnte nur nicht zu ihm durchdringen. Und dann war er plötzlich da! In den meisten Vampir-Büchern wurden Menschen als Protagonisten verwendet. Fast all die oben genannten Geschichten werden von Menschen erzählt, aus der Sicht von Menschen, die auf die Vampire blicken, die die Vampire sehen über sie urteilen und gegen sie kämpfen. Aber kaum ein Buch ist aus der Sicht eines Vampirs geschrieben.

Meine erste Vampir-Geschichte handelte von einer Vampir-Jägerin, die selbst zum Vampir wird und die Welt mit vollkommen neuen Augen sieht. Als ich mit Wien, Stadt der Vampire begann wusste ich sofort, dass meine Protagonistin ein Halb-Vampir sein sollte. Eine junge Frau, die in der Gesellschaft von Vampiren aufwächst und sie als ihre Familie ansieht. Die Zeit, in der Menschen, Vampire, Werwölfe, Dämonen und andere Wesen sich eine Welt teilen, wollte ich aus der Sicht einer jungen Frau schreiben, die sich den Menschen gegenüber eher distanziert verhält.

Bildquelle: Art Skript Phantastik Verlag

Autoren Profil // Christina M. Fischer

Heute auch im Autoren Profils Christina M. Fischer.
Die 32jährige ist gelernte Schneiderin und lebt mit Mann und Kind in Bayern. Seit Ende 2009 ist sie Mitglied bei BookRix und veröffentlichte dort bisher 18 Bücher und Kurzgeschichten. Darunter auch Dämonenbraut. Außerdem hält sie auf ihrer Facebook-Seite die Leserinnen und Leser auf dem Laufenden.
Nun überlasse ich Ihr das Wort. Christina, was möchtest du deinen potenziellen Fans und Lesern gerne über dich und Dämonenbraut erzählen?

Lesen war und ist meine Welt! Anders als viele Mädchen meines Alters habe ich meine Nase schon früh in Büchern vergraben. Angefangen mit den Märchen der Gebrüder Grimm oder den Erzählungen aus Tausendundeiner Nacht steigerte ich mich im Alter von vierzehn Jahren zu Fantasybüchern. Damals gehörten Robin Hobb, Dave Duncan und David Eddings zu meinen Lieblingsautoren, doch ich bin kein Mensch, der sich auf einen Geschmack festlegen lässt. Mit dem Erwachsenwerden ging auch ein Wandel in mir vor der das Lesen betraf, denn ich fing an auch andere Genres zu bevorzugen. Mein erstes Buch von Stephen King war Todesmarsch, welches er unter einem Pseudonym schrieb. Den ersten Krimi, der mich richtig packte, stammte aus der Feder von Sidney Sheldon und im Laufe der Jahre gesellten sich noch weitere Autoren und Genres dazu.

Die Mumie von Anne Rice hatte mich damals so sehr fasziniert, dass ich unbedingt meine eigene Liebesgeschichte schreiben wollte, was ich auch mit vierzehn Jahren getan habe. Sie war ziemlich… *hüstel* schlecht, aber ich habe nicht aufgegeben und festgestellt, dass ich mich im Lauf der Jahre allmählich verbessern konnte.

Meist entsteht bei mir eine Idee, wenn ich mir einen Kinofilm ansehe, oder wenn ich ein Lied höre. Sogar gut gemachte Werbung scheint mich zu inspirieren. Was mich packt, sind nicht alleine die Bilder oder die Klänge, sondern vielmehr die Gefühle, die ich in den Momenten habe, wenn ich mir den Film anschaue oder das Lied anhöre.

Das Entstehen von Dämonenbraut ist eindeutig einem Trailer des Onlinespiels Hellgate London zu verdanken. Die Idee von einem Kampf zwischen Dämonen und Menschen mag nicht neu sein, aber man kann sehr vieles daraus machen. Ob man sich nach unserer Dämonenhierarchie richtet, oder eine andere erfindet, diese Aspekte können unzählige spannende Geschichten hervorbringen. Mir persönlich gefiel es besser, eine eigene Dämonenwelt zu erschaffen, etwas völlig Neues. Ich fand es faszinierend über eine Frau zu schreiben, die in der Lage ist, solche grausamen Wesen an sich zu binden und über sie zu gebieten. Eine genaue Vorstellung von dem Buch hatte ich nicht. Ich wusste in etwa wie es beginnen und auch wie es enden sollte. Der ganze Rest kam während des Schreibens. Auch muss ich gestehen, dass Bash und Richie, - meine Lieblingsfiguren in dem Buch -, eher zufällig entstanden. Sie waren nicht geplant, doch an der Stelle, als ich von ihnen schrieb, schien etwas in meinem Inneren instinktiv die Entscheidung zu treffen aus ihnen mehr zu machen als nur oberflächliche Dämonen.

Was mir aber relativ schnell klar wurde war, dass es sich bei Dämonenbraut um einen Dreiteiler handeln sollte, trotzdem wollte ich, dass der erste Band in sich abgeschlossen ist. Und ich möchte den Fortlauf der gesamten Haupthandlung auf diese drei Bände verteilen, jedoch nur einen Schritt nach dem anderen. Alle Bücher der Trilogie sollen eine eigene Geschichte haben und dennoch miteinander verknüpft sein.
 

Wie Dämonenbraut bei den Lesern ankommen wird, ist entscheidend dafür ob es als Einzelband oder als Trilogie erscheinen wird. Vorerst jedoch kann ich es gar nicht erwarten mein erstes, eigenes Buch in den Händen zu halten und ich freue mich auf zukünftige Kritiken und Anregungen.

Vielen Dank an Christina M. Fischer für diese spannenden Einblicke. 

Bildquelle: Art Skript Phantastik Verlag

Autoren Profil // Michael Zandt

Im heutigen Autoren Profil möchte ich Euch Michael Zandt vorstellen.
Der 44jährige Schwabe wurde 2010 überraschend für den Deutschen Phantastik Preis in der Kategorie "Beste deutschsprachige Kurzgeschichte" nominiert und veröffentlichte im Dezember 2011 seinen Debüt Roman Hapu - Teufel im Leib. Er pflegt eine Facebook-Page und baut gerade seinen Blog auf. Der Art Skript Phantastik Verlag beherbergt nun sein neues Werk Das schwarze Kollektiv.

Und nun überlasse ich das Feld dem Autor selbst. Michael, was möchtest Du deinen potenziellen Fans und Lesern gerne mitteilen?


Liebe unbekannte Leserin, lieber unbekannter Leser,
vielen Dank, dass Du Dir die Zeit nimmst, mich kennen zu lernen. Wie Du bereits einleitend erfahren hast, bin ich der Autor von „Hapu – Teufel im Leib“ und des demnächst erscheinenden Romans „Das schwarze Kollektiv“.

Meine ersten Leseerfahrungen habe ich am Zeitschriftenregal eines Supermarktes gesammelt. Dort ließ man mich die Abenteuer der Schlümpfe lesen, ohne dass ich dafür hätte bezahlen müssen. Noch lieber hätte ich mir die bunten Alben freilich gekauft, aber mein Taschengeld war für die jeweils aktuelle Ausgabe der Micky Maus reserviert.
Jules Verne, Hans Dominik und H.G. Wells ebneten mir später den Weg in die Welt der Phantastik. Ich verschlang die Bücher von Perutz, bewunderte Poe und amüsierte mich bei Heinlein und Lovecraft.

Ich habe aber nicht nur gerne gelesen, sondern mir auch Geschichten ausgedacht. Irgendwann, ich mag vielleicht zehn oder elf Jahre alt gewesen sein, habe ich damit begonnen sie aufzuschreiben. Das tat ich, bis ich in das unruhige Fahrwasser der Pubertät geriet. Von da ab hielt ich die Lust am Phantasieren für ein Erbe meiner Kindheit. Für ein Hindernis, dass ich auf dem Weg in die Welt der Erwachsenen hinter mir lassen musste.
Aus einem verträumten Kind wurde ein „schwieriger“ Teenager. Ein Jugendlicher, der nicht ich der Lage war in der Handlung von heute die Konsequenz von morgen zu sehen. Jemand, der Klassenziele verfehlte und nachts nicht nach Hause kam.

Aber auch diese Phase ging vorüber. Ich wurde älter und lernte Verantwortung zu tragen. So gedankenlos ich bis dahin in den Tag hineingelebt hatte, so wichtig wurde es mir jetzt, Dinge zu tun, die einen „Wert“ besaßen. Ich ging wieder zur Schule. Ich studierte und suchte mir Hobbys in denen sich der Erfolg eines Trainings in Punkten und Siegen messen ließ.
Ganz komplett war mein Leben damit allerdings nicht. Etwas fehlte. Ich fühlte es, wenn mich eine Melodie berührte und ich empfand es, wenn ich eine fesselnde Geschichte las. Irgendwo, tief in mir drin, war da nämlich noch immer dieser Traum, den ich in den Nebeln der Kindheit verloren zu haben glaubte.

Die Leidenschaft des Schreibens neu zu entdecken war leicht. Weniger leicht fiel mir dagegen der Entschluss dieser Leidenschaft auch nachzugeben. Wäre es stattdessen nicht allemal „vernünftiger“ gewesen sich fortzubilden, eine neue Sprache zu lernen oder ein Fernstudium zu beginnen?
Bestimmt. Warum ich mich letzten Endes doch für das Schreiben entschieden habe? Vielleicht, weil ich mich gerne mit Fragen beschäftige, auf die mir weder die Wissenschaft noch die Religion eine Antwort geben. Zumindest keine die ich glauben kann. Der Gedanke, auf einem langsam erkaltenden Felsen durch ein totes Weltall zu rasen, erscheint mir ebenso wenig plausibel, wie die Existenz eines Gottes, der Tontafeln oder Bücher vom Himmel wirft.
Wenn ich an eine „göttliche Gabe“ glaube, dann an die der Phantasie. Sie öffnet Räume, die nur wir betreten dürfen und sprengt Ketten, die andere für uns geschmiedet haben. Und das Beste: Sie ist umsonst. Wer sie nährt, wer sie pflegt, dem ist sie ein treuer Begleiter. Auch und vor allem dann, wenn man den Glauben an die „Wirklichkeit“ wie sie uns das Fernsehen zeigt, verloren hat.

Soviel zu mir. Im Mittelpunkt des in Kürze im Art Skript Phantastik Verlag erscheinenden Buches „Das schwarze Kollektiv“ steht nicht Hapu, sondern der 16-jährige Ariko. Ariko hat die ersten Jahre seines Lebens in einem Waisenhaus verbracht. Mittlerweile aber ist er ein Kadett des bewaffneten Arms der Kirche, des "Schwarzen Kollektivs".
Die Geschichte beginnt in „Wilderland“, eine moderne, religiös geprägte Industrienation und Teil einer Welt, die mit der unseren auf vielfältige Weise verbunden ist.
Seiner selbstgewählten Bestimmung folgend, "Gottes Wort" mit Feuer und Schwert zu verbreiten greift Wilderland das über ein riesiges Waldgebiet herrschende Volk der Hameshi an. Diese haben sich den Missionierungsversuchen der Menschen stets widersetzt. Aufgrund der ihnen von der „roten Mutter Agrunbar“ verliehenen Kräfte halten sie sich selbst für göttlich.

Ariko beginnt den Konflikt auf Seiten des "Schwarzen Kollektivs", wechselt aber die Fronten, als er den "Ruf der roten Mutter" hört.
Ariko ist ein friedfertiger, in sich gekehrter Charakter, der Mord und Blutvergießen hasst. Kaum aber in den Wäldern angelangt verliebt er sich dort in Lamis’jala. Eine ebenso leicht reizbare, wie kampfeslustige Kriegerin.
Gemeinsam mit ihr, muss er sich einer Gefahr stellen, die nicht nur die heimatlichen Wälder, sondern die ganze Welt mit dem Untergang bedroht.
Um sich in „Das schwarze Kollektiv“ zurechtzufinden, musst Du „Hapu – Teufel im Leib“ nicht zwingend gelesen haben. Hast Du es aber doch, wirst Du neue Zusammenhänge entdecken und bislang unbekannte Bezüge herstellen können.

Liebe unbekannte Leserin, lieber unbekannter Leser, ich bedanke mich für Deine Geduld und hoffe Dich bald wieder zu sehen. Wenn das geschieht, möchte ich Dich bei der Hand nehmen und Dir eine Welt zeigen, von der ich glaube, dass sie es wert ist, dass Du sie kennen lernst.

Bis dahin! Liebe Grüße
Michael Zandt

Bildquelle: Art Skript Phantastik Verlag

01.06.2012

Vampire Cocktail // Die Ausschreibung ist zuende

Letzte Nacht endete die Ausschreibung zur ersten Anthologie des Art Skript Phantastik Verlages.
61 Geschichten fanden Ihren Weg in den Verlag. Sie kamen aus Deutschland, Österreich, der Schweiz und sogar aus Frankreich. 
Die Auswahl ist groß, es gibt witzige, spannende, gruslige, romantische und erotische Geschichten. Übers Wochenende werde ich mir die Zeit nehmen um sie alle zu lesen und dann die Autoren zu kontaktieren ob Ihre Geschichten es in die Anthologie geschafft haben.
Aber grundsätzlich bin ich mit der Qualität der Werke sehr zufrieden, Deutschland hat eine ganze Reihe talentierter Autoren hervorgebracht! Ihr könnt alle stolz auf Euch sein!

Vielen Dank für die fleißigen Einsendungen und Eurer Vertrauen in mich und den Verlag. Ich halte Euch natürlich auf dem Laufenden, wie es weitergeht. 

UPDATE: Die Würfel sind gefallen! Alle Autoren haben nun ihre Ab- bzw. Zusage bekommen. Statt den ursprünglich einmal angepeilten 10 Kurzgeschichten wird die Anthologie nun 16 enthalten. Die Autoren und Titel werden demnächst bekannt gegeben. Außerdem wird es in der Anthologie auch eine kleine Geschichte über den Cocktail Bloody Mary geben, ebenso wie das dazu passende Rezept.
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