Trendthema // Schwul, lesbisch, bi - Vorurteile in der Fantasy-Welt (?)

 
Wäre es denn schlimm, wenn der unglaublich schöne Vampir sich mal nicht in das schüchterne Mädchen, sondern in dessen Bruder verlieben würde?

Vor einer Weile habe ich einen Bericht über homosexuelle Protagonisten in Fantasy Büchern gelesen (leider konnte ich die Website nicht mehr finden, sonst hätte ich natürlich gleich einen Link gesetzt). Darin wurde von einer Autorin berichtet, deren Protagonistin bisexuell ist und in einem Buch eine Liebesbeziehung mit einer Frau hatte. Die Fans der Serie schreiben der Autorin und baten sie darum so etwas doch künftig zu unterlassen. In einem anderen Artikel las ich darüber, dass Autoren von Verlagen aufgefordert wurden die sexuelle Neigung ihrer Figuren entweder in heterosexuell umzuwandeln oder vollkommen zu verbergen. Wohl bemerkt handelte es sich nicht um das klassische Herr-der-Ringe-Fantasy sondern um Dark/Urban Fantasy Buch-Projekte, was mich verwunderte, denn gerade in diesem Bereich sollte man doch alle Freiheiten haben.

Das es grundsätzlich funktioniert beweisen massenweise homoerotische Romane oder Erfahrungsberichte/Lebensgeschichten, die man zum Beispiel auf Amazon nicht lange suchen muss. Und auch TV-Adaptionen wie "True Blood", die Kult-Serie "Buffy" oder die Romane von Anne Rice (die sowohl von Frauen als auch von Männern begeistert gelesen werden) beweisen eindeutig, dass dieses Thema offen und vorurteilsfrei (wenn auch nicht ganz Klischee-frei) behandelt werden kann und soll!

Ich gebe also bekannt, dass ich offen für Dark und Urban Fantasy Bücher bin, deren Protagonisten schwul, lesbisch oder bi sind, solange die Story ins Verlagskonzept passt (Alles über den Verlag findet Ihr >> HIER <<). Aber wie ist Eure Meinung (und vielleicht sogar Eure Erfahrung) zu dem Thema, wollt Ihr so etwas lesen oder schreckt es Euch eher ab?


Bildquelle: Art Skript Phantastik Verlag