16.12.2012

Was ist Science Fantasy und Steampunk?


Das Genre Fantasy hat mittlerweile eine ganz beachtliche Anzahl an Sub-Genres entwickelt. Um ein bisschen Klarheit in dieses Wirrwarr an Titulierungen und Unterteilungen zu bringen habe ich die neue Kategorie "Was ist ...?" eingeführt. Hier werde ich die Genres des Art Skript Phantastik Verlages ganz genau unter die Lupe nehmen.   


Science Fantasy vereint die beiden Literatur-Genres die sich seit jeher nahe stehen: Science Fiction und Fantasy. 

Die Wikipedia-Definition ist demnach auch sehr kurz und einfach gehalten:
Mischung aus Fantasy- und Science-Fiction-Elementen; eine Variante dieser literarischen Richtung ist der Steampunk.
Das erfolgreichste Produkt dieses Genres ist die Star Wars Reihe, aber was um alles in der Welt ist Steampunk? 
Auch mit dieser Frage seid Ihr bei weitem nicht allein, denn was Rollenspielern und Cosplayern schon seit Jahren ein Begriff ist findet erst jetzt Einzug in die Literatur-Welt. Der Trend schwappt gerade aus Amerika zu uns rüber, findet sich hier aber momentan noch als eine Art Verschmelzung aus Romantasy und Steampunk wieder.

Aber nun zur Definition, was ist Steampunk:
Steampunk ist ein Phänomen, das als literarische Strömung in den 1980ern begann und sich zu einem Kunstgenre, einer kulturellen Bewegung, einem Stil und einer Subkultur ausgeweitet hat. Dabei werden einerseits moderne und futuristische technische Funktionen mit Mitteln und Materialien des viktorianischen Zeitalters verknüpft, wodurch ein deutlicher Retro-Look der Technik entsteht. Andererseits wird das viktorianische Zeitalter bezüglich der Mode und Kultur idealisiert wiedergegeben. Steampunk fällt damit in den Bereich des sogenannten Retro-Futurismus, also einer Sicht auf die Zukunft, wie sie in früheren Zeiten entstanden sein könnte.

Oder wie ich es letztens gelesen habe: Steampunk ist das Science Fiction der viktorianischen Zeit. Dieses Genre ist sehr weitläufig, weswegen es auch einige Sub-Genres hat, die ich an dieser Stelle ebenfalls vorstellen möchte.

Teslapunk – in diesem Fall aber eher durch die kreative Verwendung von Elektrizität charakterisiert
Dieselpunk – ca. 1920–1945, Dieselmotor nimmt die Rolle der Dampfmaschine ein 
Atompunk – ca. 1945–1965, Atomreaktor nimmt Rolle der Dampfmaschine ein
Der sogenannte Clockpunk (eine Wortschöpfung des Rollenspiels GURPS: Steampunk) ist eigentlich nur eine Konzentration des Steampunk-Themas, weg von der Dampfkraft, mehr hin zu Aufzieh- und Uhrwerkmechanismen.
Die sogenannte Gaslicht-Romantik entspricht ebenfalls im Wesentlichen dem klassischen Steampunk, ist jedoch weniger fortschrittlich und weniger in einer alternativen Zeitlinie angesiedelt.
Im Prinzip fallen alle diese Varianten des Steampunk unter den Retro-Futurismus. Nicht so die sogenannte Steamfantasy. Hier wird häufig keine Zukunftsvision aus der Vergangenheit beschrieben, sondern eine Dampf-Technik in das sonst in sich verweilende Fantasy-Umfeld eingebracht, wo sie häufig einen der Magie äquivalenten Stellenwert einnimmt. Damit ist die Steamfantasy bis auf wenige Fälle eine Spielart der Science Fantasy.

Na, komplett verwirrt? - Willkommen in meiner Welt! 
Aber nachdem man sich eine Zeit lang mit dem Steampunk auseinandergesetzt hat bekommt man den Durchblick. Mittlerweile gibt es auch in Deutschland einige Nachschlagewerke, die sich mit allen Facetten dieses spannenden Genres beschäftigen. 
Ich empfehle an dieser Stelle eine deutschsprachige Websites, die sich mit Steampunk befassen: http://salon.clockworker.de/

Ich denke, das Steampunk-Genre ist eine Welt, die jeder auf seine Weise erforschen sollte, also wünsche ich Euch von hier an viel Spaß zwischen den Zahnrädern und viktorianischen Ballkleidern. 


Eure Grit

Was ist Social Fantasy?

Das Genre Fantasy hat mittlerweile eine ganz beachtliche Anzahl an Sub-Genres entwickelt. Um ein bisschen Klarheit in dieses Wirrwarr an Titulierungen und Unterteilungen zu bringen habe ich die neue Kategorie "Was ist ...?" eingeführt. Hier werde ich die Genres des Art Skript Phantastik Verlages ganz genau unter die Lupe nehmen.  

Jetzt nehmen wir uns die Social Fantasy vor, ein Sub-Genre der Fantasy, dass soziale Themen mit Phantastik kombiniert.

Wikipedia definiert dieses Genres wie folgt:
Fantasyliteratur, die ihren Schwerpunkt auf sozial- und gesellschaftskritische Themen sowie mögliche politische Utopien wie den Anarchismus legt.
Ja, die Utopien sind momentan die stärkste Ausprägung dieses Sub-Genres. Doch es geht auch anders, denn jede sozialkritische Frage, die wir uns stellen können kann zu einem Social Fantasy Thema werden. Da diese Genre für mich jedoch ein bisschen schwer zu beschreiben ist führe ich ein paar Film-Beispiele an. 

Den Anfang macht "Death Note" ein japanischer Manga Comic, der mittlerweile auch verfilmt wurde. 
Der hochintelligente Jura-Student Light Yagami ist von der Welt um ihn herum enttäuscht nachdem er sich in die Polizei-Datenbank gehackt hat und herausfand, dass ein Großteil der verhafteten Mörder in Japan aus Mangel an Beweisen freigelassen wurden. Bisher wollte er in die Fußstapfen seines Vaters treten und Polizist werden um Verbrecher zu bekämpfen. Eines Tages findet Light ein schwarzes Notizbuch, das Death Note, das ursprünglich dem Shinigami (Todesengel, bzw. Todesgott) Ryuk gehörte. Es enthält detaillierte Anweisungen, nach welchen Regeln man einen Menschen damit töten kann. So heißt es dort, dass der Mensch, dessen Namen man in dieses Notizbuch schreibt während man sich dessen Gesicht vorstellt, stirbt. Light erkennt die Möglichkeit, sein Ziel, eine perfekte Welt zu erschaffen, zu erreichen, indem er alle Verbrecher umbringt und die Bürger durch die dadurch bewirkte Abschreckung von Verbrechen abhält. Ryuk, den nur der sehen kann, der das Death Note berührt hat, begleitet ihn, da es ihm in der Welt der Shinigami langweilig wurde.




Bei meinem zweiten Beispiel handelt es sich um den Film "Watchmen", basierend auf den gleichnamigen Graphic-Novel von DC. 
Eine alternativ-fiktive Version der USA in den 1980er Jahren. Der Kalte Krieg dauert an, die Sowjets sind noch die außenpolitischen Gegner. Superhelden sind seit einem Anti-Superheldengesetz aus den 1970er Jahren, dem Keene-Act, verboten. Bis zu den 1950er Jahren traten sie nach und nach freiwillig oder unfreiwillig in den Ruhestand. Anfang der 1960er Jahre entstand eine neue Generation mit neuen technischen Fähigkeiten und zum Teil auch tatsächlichen Superkräften. Sie gerieten in den 1970er Jahren durch ihre Selbstjustiz in die Diskussion und wurden durch den Keene-Act zuletzt vor die Alternative gestellt, ihre Aktivitäten einzustellen oder für die Regierung zu arbeiten. Einige hörten damals auf, andere arbeiten seither in der Forschung oder für den Geheimdienst, einer ließ die Maske öffentlich fallen und verdiente damit ein Vermögen, einer ging in den Untergrund und bekämpft – von der Polizei gesucht und den Medien totgeschwiegen – das Verbrechen weiter.
Der ehemalige Superheld The Comedian wird von einem Unbekannten ermordet. Sein Kollege Rorschach macht sich auf die Suche nach dem Täter und wittert bald eine Verschwörung, als weitere Superhelden bedroht werden: Dr. Manhattan flieht nach einem Skandal auf den Mars, auf Ozymandias wird ein Attentat verübt, der ehemalige Superschurke Moloch erschossen und Rorschach selbst in eine Falle gelockt. Seine Verhaftung weckt schließlich seinen ehemaligen Partner Nite Owl II aus dem Ruhestand. Er befreit zusammen mit Silk Spectre II Rorschach und gemeinsam kommen sie der tatsächlichen Verschwörung auf die Spur, ohne diese jedoch noch verhindern zu können: Um die Menschheit wieder zusammenzuschweißen und vor dem Atomkrieg zu bewahren, vernichtet Ozymandias halb New York City. 



Besonders im zweiten Beispiel sieht man sehr gut wie sich Social Fantasy mit Historical Fantasy verbinden lässt. 

Social Fantasy ist ein Genre für Chaos-Theoretiker, die sich am liebsten mit der Frage "Was wäre wenn?" beschäftigen. Was passiert mit unserer Welt, wenn ein einziger oder eine Gruppe von Leuten das Gesetzt in die eigenen Hand nimmt, wann ist Mord gerechtfertigt oder ist er das je? In der Social Fantasy kann man tief auf den Grund der menschlichen Seele blicken und düstere Geschichten entstehen lassen. 


Ich hoffe, dieser Post hilft Euch dabei die verworrene Welt der Fantasy-Sub-Genres zu durchforsten. 

Eure Grit   

Was ist Historical Fantasy?

Das Genre Fantasy hat mittlerweile eine ganz beachtliche Anzahl an Sub-Genres entwickelt. Um ein bisschen Klarheit in dieses Wirrwarr an Titulierungen und Unterteilungen zu bringen habe ich die neue Kategorie "Was ist ...?" eingeführt. Hier werde ich die Genres des Art Skript Phantastik Verlages ganz genau unter die Lupe nehmen.   

Heute wenden wir uns der Historical Fantasy bzw. der Pseudohistorischen Fantasy zu. In diesem Falle möchte ich gleich am Anfang die Definition von Wikipedia anführen.


Neue Auslegung einer Epoche durch Einflechtung phantastischer Elemente. Die im Idealfall sehr gut recherchierten Romane spielen nicht in fremden fiktiven Fantasiewelten, sondern auf unserer Erde in einer geschichtlichen Zeit (häufig dem Mittelalter oder einer prähistorischen Zeit), in der der Glaube an Magie und Zauberei weit verbreitet war oder gar einen hohen Stellenwert hatte. Oft greifen die Autoren auf überlieferte Sagen und Legenden oder auf historische Ereignisse bzw. Personen zurück.
Man muss schon sagen, dass diese Definition ein bisschen hinkt, zumindest im zweite Teil ab "häufig dem Mittelalter oder einer prähistorischen Zeit ...", das ist nun wirklich nicht da beste Beispiel, denn Fantasy, die im Mittelalter ansässig ist könnte leicht ins Genre High Fantasy á la Herr der Ringe gepackt werden. 

Viel Eher ist die Pseudohistorischen Fantasy in Verbindung zu bringen mit aktuellen Filmen bzw. Büchern wie "Abraham Lincoln: Vampirjäger".


Es geht bei der pseudohistorischen Fantasy darum eine alternative Vergangenheit zu schaffen, bzw. ein vergangenes Ereignis mit phantastischen Elementen auszuschmücken und die historische Realität wie eine Lüge aussehen zu lassen die man Leuten auftischt, die nicht an das Übernatürliche glauben. 

Traut Euch, dieses Sub-Genre ist eine Herausforderung und ich würde mich freuen bald etwas in dieser Richtung verlegen zu dürfen. 

Eure Grit

Was ist Contemporary bzw. Urban Fantasy?


Das Genre Fantasy hat mittlerweile eine ganz beachtliche Anzahl an Sub-Genres entwickelt. Um ein bisschen Klarheit in dieses Wirrwarr an Titulierungen und Unterteilungen zu bringen habe ich die neue Kategorie "Was ist ...?" eingeführt. Hier werde ich die Genres des Art Skript Phantastik Verlages ganz genau unter die Lupe nehmen.

In diesem Post geht es um die Sub-Genres Contemporary und Urban Fantasy
Wenn man diese beiden Bezeichnungen zum ersten Mal hört ist es nicht verwunderlich, dass man erst einmal fragen muss "Hä, wat für'n Zeug?" - keine Sorge, das ist vollkommen normal, ging mir am Anfang auch so. In einer Zeit der Amerikanisierung in der immer mehr englische Worte den Weg in unsere Sprache finden ist es also ratsam zuerst einmal ein Wörterbuch zu konsultieren um diese wohlklingenden jedoch im ersten Moment nichtssagenden Wörter zu identifizieren.

Contemporary bedeutet so viel wie heutig, zeitgenössisch, zeitnah, zeitgemäß.
Urban bedeutet kommunal, städtisch

An diesen beiden Übersetzungen lässt sich also ableiten, dass die Genre-Bezeichnung eine Umschreibung für die Zeit und den Ort ist in dem die Geschichte spielt.

Auch Wikipedia nennt Contemporary und Urban Fantasy gemeinsam, denn die beiden Genres sind eng miteinander verbunden und werden wie folgt definiert: 
Klarer Realitätsbezug, aber gebrochen durch fantastische Elemente. Hierbei handelt es sich um Romane und Erzählungen, in denen die reale Welt mit phantastischen, magischen Welten verschmilzt. Oft sind es Portale, durch die Protagonisten in eine andere Welt gelangen und dort Abenteuer erleben, oder eine Gestalt aus der Fantasiewelt tritt durch das Portal, um den Protagonisten in seine Welt zu geleiten.
"Harry Potter", "Die Chroniken von Narnia" und "Die unendliche Geschichte" waren die ersten Bücher die mir einfielen, als ich diese Definition gelesen habe. Der Art Skript Phantastik Verlag sucht besonders nach Werken, die sich mit dem ersten Teil der Definition beschäftigen, nämlich der Realität, die mit phantastischen Elementen kombiniert wird.

Ich hoffe, diese kleine Entmystifizierung hilft Euch weiter bei Eurem Weg durch die Literatur-Welt.

Eure Grit

Was ist Dark Fantasy und wie unterscheidet es sich vom Horror?

 

Das Genre Fantasy hat mittlerweile eine ganz beachtliche Anzahl an Sub-Genres entwickelt. Um ein bisschen Klarheit in dieses Wirrwarr an Titulierungen und Unterteilungen zu bringen habe ich die neue Kategorie "Was ist ...?" eingeführt. Hier werde ich die Genres des Art Skript Phantastik Verlages ganz genau unter die Lupe nehmen. 

In diesem ersten Post möchte ich die Dark Fantasy vorstellen und sie mit dem Horror-Genre vergleichen, bzw. ihre Unterschiede herausarbeiten. Was an sich schon ein bisschen kompliziert ist, denn beide Genres gehen teilweise ineinander über. Aber fangen wir am besten mit den Definitionen an. Was ist eigentlich Dark Fantasy?

Wikipedia sagt zur Dark Fantasy folgendes:
Tendenziell dem Horror zugetane Richtung, in der sich Düsteres und Unheimliches mit der traumartigen Welt der Fantasy vermischt. Häufig spielen Leidenschaft und Erotik eine große Rolle. 
Jap, besonders die mit Leidenschaft verbundenen Geschichten werden stark mit der Dark Fantasy in Verbindung gebracht. Mittlerweile haben sie ihre eigene Bezeichnung erhalten: Romantasy. Für den Leser ist es so einfacher Dark Fantasy Geschichten von den momentan aktuellen Romantasy-Büchern (die sich meist mit der Liebe einer menschlichen Frau zu einem übernatürlichen männlichen Wesen beschäftigen) zu unterscheiden. Die klassische Dark Fantasy hingegen ist stärker mit dem Genre Horror in Verbindung zu bringen.

Wikipedia definiert Horror wie folgt:
Laut dem Dictionary of Literary Terms and Literary Theory stammt das Wort Horror vom lateinischen Verb horrere für die Haare hochstehen lassen, zittern, (sich) schütteln ab, wonach die Horrorgeschichte eine Geschichte ist, die den Leser schockt oder ängstigt und eventuell sogar Gefühle der Abscheu oder des Hasses bei ihm auslöst. Hauptthemen der Horrorliteratur sind laut dem Dictionary Mord, Selbstmord, Folter, Angst, Verrücktheit, Gespenster, Vampire, Doppelgänger, Succubi, Incubi, Poltergeister, dämonische Pakte, teuflische Besessenheit, Exorzismus, Hexerei, Voodoo, Lykanthropie und das Makabere.
An dieser Definition lässt sich gut erkennen, wie verschwindend gering die Grenze zwischen Dark Fantasy und Horror ist. Während sich Horror-Romane jedoch zum Großteil in der realen Welt abspielen, können Dark Fantasy-Romane auch in einer klassischen Fantasy-Welt á la Herr der Ringe stattfinden. 

Der Art Skript Phantastik Verlag interessiert sich besonders für die klassischen Dark Fantasy Geschichten, Liebesromane gibt es schon genug, da möchte ich mich nicht auch noch mit reinhängen ^^ Aber natürlich darf auch ein bisschen Liebe, Sex und Zärtlichkeit mit dabei sein, es sollte jedoch nicht das Hauptthema des Buches sein. 

So, ich hoffe, dieser Post hat Euch einen kleinen Einblick in die Welt der Dark Fantasy und des Horrors gegeben. Weitere Genres werden folgen. 

Eure Grit

01.12.2012

Die Art Skript Phantastik Bücher und wo sie zu finden sind

Der Art Skript Phantastik Verlag wurde im Januar 2012 gegründet und ist somit noch ganz frisch auf dem weiten Feld der deutschen Verlage. Kein Wunder also, dass Ihr die Bücher des Verlages noch nicht in allen Buchhandlungen findet ^^. Doch an dieser Stelle möchte ich Euch aufzählen wie und wo Ihr die Bücher beziehen könnt. 

Buchhandlung
Auch wenn die Bücher nicht vorrätig sind, können die Buchhändler über den Buchgroßhandel die gewünschten Titel über Nacht bestellen. Der Art Skript Phantastik Verlag wird von den Buchgroßhändlern Libri und Umbreit vertrieben (Nachtrag: Sowie, seit Kurzem auch von KNV). Buchhandlungen die nicht von diesen beiden Händlern beliefert werden haben die Möglichkeit die Bücher direkt beim Verlag zu bestellen (natürlich gelten die üblichen Buchhandelskonditionen). Wenn Ihr also lieber in der Buchhandlung Eures Vertrauens einkauft könnt Ihr auch dort die Bücher des Art Skript Phantastik Verlages beziehen. Das gilt jedoch nur für die unabhängigen Buchhandlungen, nicht für die großen Buchhandelsketten.

Die Buchhandlung Dölker in 73084 Salach sowie der Otaku Store in 73033 Göppingen haben das gesamte Programm 2012 bereits an Lager.


Online Shop
Seit kurzem hat der Verlag auch einen Online Shop, denn Ihr HIER findet. Dort könnt Ihr alle Bücher des Verlages erwerben und der Versand innerhalb von Deutschland ist kostenlos. 


Amazon
Natürlich sind alle Bücher des Verlages auch wie gewohnt über Amazon beziehbar. Mit großer Freude lese ich mir dort regelmäßig die neusten Kommentare zu den Büchern durch und würde mich freuen, wenn auch Ihr eines hinterlassen würdet. 


Ich hoffe dieser Post vereinfacht es Euch die Bücher des kleinen aber feinen Art Skript Phantastik Verlages auch für Euch zu entdecken. Ich wünsche Euch viel Spaß beim lesen. 

Grit

19.11.2012

Autoren Profil // Alessandra Reß

Willkommen zum neusten Autoren Profil. 
Heute stellt sich Alessandra Reß vor, deren Debüt-Roman "Vor meiner Ewigkeit" im Programm 2013 des Art Skript Phantastik Verlages erscheinen wird. 
Mehr von Alessandra könnt Ihr auch auf Ihrem Autoren-Blog Dew Linae und Ihrer Facebook-Page erfahren. Aber nun plaudert die junge Autorin erst einmal aus dem Nähkästchen.



Ich kann mich eigentlich an keine Zeit erinnern, zu der das Erfinden von Geschichten nicht zu meinen beliebtesten Freizeitaktivitäten gehört hätte. Wenn die Grundschule gerade mal nicht so spannend war, habe ich die Zeit mit ausgedehnten Ausflügen in meine ersten selbstkreierten Fantasywelten verbracht (obwohl ich damals eigentlich noch nichts mit Fantasy am Hut hatte) und mit meiner älteren Schwester habe ich ständig irgendwelche Stories erfunden. Irgendwann hat sie angefangen, die Geschichten aufzuschreiben – und ich habe es ihr nachgemacht.  Es ging um Kamele, Katzen und später auch mal um Kinder im Zweiten Weltkrieg, als das Thema in der Schule und dem Bücherschrank meiner älteren Schwester aufzutauchen begann.
Bewusst zur Fantasy kam ich erst viel später, als mir das Buch „Der Sohn der Sidhe“ von Kenneth C. Flint in die Hände fiel, eine Nacherzählung über den irischen Sagenhelden Cuchulain. Fortan verschlang ich alles, was ich über Mythen finden konnte – und fand gleichzeitig zur Fantasy, wobei neben Mythenorientiertem Reihen wie „Erdzauber“, „Drachenlanze“ oder „Merle und die Fließende Königin“ den Anfang machten.  
Schon meine ersten Fantasygeschichten gingen aber eher in die düstere Richtung. Es ging um Geister, finstere Engel und Weltuntergänge. Irgendwann habe ich das alles zusammengefasst und die Welt entwickelt, in der auch „Vor meiner Ewigkeit“ spielt. In einem mit beeindruckender Naivität geschriebenen 400-Seiten-Mammutmanuskript habe ich das Ende einer Welt und den Beginn einer neuen beschrieben. Einige Nebenfiguren hatte ich lieb gewonnen und so kehrte ich wieder in die Welt zurück, passte sie an und dann kam der wegweisende Tag, an dem ich mir die Maxi zu Depeche Modes  „Enjoy the Silence“  kaufte (allerdings in der 2004er-Version). Dieses Wahnsinnslied ist für mich seitdem ein Synonym für Inspiration. Ich habe es rauf und runter gehört und so kamen die Neonfarben und Simon lag auf seinem Bett und wusste nicht, wie ihm geschehen war. Da war ich 16 oder 17 Jahre alt, und dieses zunächst nur 80 Normseiten umfassende Buch zu schreiben war ein bisschen wie eine Therapie oder wenigstens ein fantasievolles Tagebuch. Beim Lesen mag ich mich vielleicht manchmal einfach unterhalten lassen und in fremde Welten entführen lassen, zugegeben. Doch beim Schreiben war mir das spätestens mit Simons Geburt nicht mehr genug. Was mich beschäftigt hat, wollte ich in meinen Geschichten verarbeiten und so haben viele meiner damaligen Emotionen, Erfahrungen und angetroffenen Weltanschauungen ihren Weg in „Vor meine Ewigkeit“ gefunden, wenn auch nicht immer auf sehr offensichtliche Art.
Bis aus dem 80-Seiter das Werk wurde, das ich dem Art Skript Phantastik-Verlag geschickt habe, brauchte es jedoch mehrere Überarbeitungen, Testleser, Titeländerungen sowie den hilfreichen Absagebrief eines sehr netten Lektors.
Und jetzt hat „Vor meiner Ewigkeit“ also ein Heim gefunden, was mich natürlich ungeheuer freut. J Ich bin gespannt, wie das Buch ankommen wird…

16.11.2012

Autoren Support // Literaturagenturen

Bildrecht: Stefanie Mühlsteph
Liebe Leserinnen und Leser,

im heutigen Post zum Thema Autoren Support gibt es ein spannendes Interview mit der Jungautorin Stefanie Mühlsteph, die seit 2011 bei der Literaturagentur Arrowsmith unter Vertrag ist und uns heute etwas über das Leben und Schreiben als Agentur-Autorin berichtet.


Stefanie Mühlsteph kam über die Anthologie „VampireCocktail“ – in der sie mit der Kurzgeschichte „Bittersüß wie Absinth“ vertreten ist – zum Art Skript Phantastik Verlag.
Sie wurde 1987 in Offenbach am Main geboren und 2006 mit ihrer Arbeit bei „Jugend forscht“ mit „beste physikalische Arbeit eines Mädchens“ ausgezeichnet. Nach Beendigung ihres elektrotechnischen Studiums arbeitet sie bei einem weltweit führenden Entwickler von Brems- und Sensorsystemen in der Automobilbranche.
Seit 2011 ist sie bei der Literaturagentur Arrowsmith unter Vertrag und genau über diese Arbeit wird sie uns heute ein bisschen was erzählen.

Hi Steffie.
Danke, dass du dir für dieses kleine Interview Zeit genommen hast.
Ich habe zu danken, dass Du mich interviewen möchtest.

Wie bist du zum Schreiben gekommen und in welchem Genre schreibst du am liebsten? 
Ich habe schon immer gerne geschrieben. Die ersten Ideen und Schriftstücke (von gigantischen zehn Seiten Länge, die für mich damals ein ganzer, halber Roman waren) stammen aus der Grundschule und der fünften Klasse –ganz klassisch mit Schreibmaschine geschrieben.
Zum Schreiben kam ich durch Cornelia Funkes „Drachenreiter“, weil ich es doof fand, dass der Held ein Junge war und es keine Hexen in der Geschichte gab. Also habe ich ein Abenteuer aus Hexenmädchen-Perspektive geschrieben: meine erste Fanfiktion. Viele Fanfiktions (Geschichten - von Fans weitergedacht - die auf der Welt eines Romans/Serie/Film basieren) folgten, bevor ich den Mut fand etwas Eigenes auf die Beine zu stellen – im Jahre 2008.


Ich schreibe Thriller und Science-Fiction sehr gerne, wobei Thriller eine äußerst präzise Vorbereitungsphase benötigt und Szenenpläne, damit der Leser nicht gleich auf den ersten Seiten hinter das Geheimnis kommt. SF (obwohl es in Deutschland immer mehr zum kleberschnüffelnden Nerdkind mutiert) liegt mir am Herzen, da man nie weiß, wohin es den Menschen in seiner technischen und biologischen Entwicklung noch treiben wird – und wie die Umwelt und die Gesellschaft sich entfalten werden.
Allerdings auch Geschichten und Romane mit phantastischen Elementen liebe ich aus vollem Herzen.
Ein Mal Drachenreiter, immer Drachenreiter!

Wie viele Bücher bzw. Kurzgeschichten von dir wurden bereis veröffentlicht?
Zwei Bücher wurden bislang von mir veröffentlicht (eines unter Pseudonym), seit 2010 sechs Kurzgeschichten in drei verschiedenen Verlagen (weitere folgen), sowie weitere Kurzgeschichten im online Magazin SpielxPress und dem Fanprojekt von Literatopia und Fictionfantasy PHANTAST. Außerdem schreibe ich regelmäßig eine Schreib-Kolumne im SpielxPress, in der ich aus dem Nähkästchen eines Jungautors erzähle.
2013 folgt außerdem mein erstes populäres Sachbuch und 2014 ein Urban Fantasy Roman im auf phantastische Literatur spezialisierten Verlag Torsten Low.

Wie bist du auf die Idee gekommen dich bei Literaturagenturen zu bewerben und wie kam es dann zur Zusammenarbeit mit Arrowsmith?
Einen Agenten zu haben war bis vor einem Jahrzehnt in Deutschland noch unüblich. Die meisten Autoren sind bei den Verlagen selbstständig Klinken putzen gegangen. Seit einiger Zeit jedoch schwappte der Trend zu den Literaturagenturen von Amerika zu uns hinüber. Und das hat nichts mit Popkultur oder übertriebenen Amerikanismus zu tun, sondern ist für die Verlage einfach praktisch. Denn sie müssen nicht mehr selbst tausende von Manuskripten lesen und aussieben, sondern bekommen eine qualitative Vorauswahl von Agenturen angeboten.
Sicher kann man als ‚freier Autor‘ immer noch selbst Klinken putzen gehen, doch die Wahrscheinlichkeit eine verhasste Standardabsage zu erhalten ist so um den Faktor 90 größer. Viele bekannte Autoren (eigentlich alle) haben eine Agentur, die für sie Vertragsverhandlungen übernimmt, oder kümmert sich darum einem Verlag neue Projekte anzubieten.
Außerdem fragen Verlage auch bei Agenturen nach, ob sie Romane aus dem Genre X oder Y haben.
Eine Agentur ist – wie man liest – sehr nützlich. Auch für die eigene schreiberische Weiterentwicklung als Autor. Denn die Agenten und Lektoren einer Literaturagentur haben auch eigenes Interesse daran ihre Schützlinge möglichst gut unterzubekommen – denn sie müssen ihre Brötchen auch irgendwie verdienen.

Ich kam zur Arrowsmith Agency wie die meisten Autoren mit einer stinknormalen, seriösen Bewerbung (Anschreiben, Exposé und lange Leseprobe). Es ist wie eine Bewerbung für einen Job.
Ich durchlief den gleichen Auswahlprozess wie alle anderen Autoren, die sich dort bewerben, bzw. beworben hatten. In einer Agentur wird, nachdem der Agent oder der Lektor die Leseprobe geprüft und für gut befunden hat, das gesamte Manuskript angefordert, um zu sehen, ob der Autor auch einen Sinn für Spannungsbögen, Charakterentwicklung und dramatischen Aufbau hat.
Wenn dies alles stimmt, ist man auf dem besten Wege ein Agentur-Autor zu werden.


Wie muss man sich die Arbeit als Autorin in einer Literaturagentur vorstellen - welche Vor- und Nachteile hat man gegenüber „freien“ Autoren, mit welchen Chancen kann man rechnen und welche Einschränkungen muss man auf sich nehmen?
Die Arbeit in einer Literaturagentur ist nicht anders als freier Autor, nur dass man nochmal zusätzlich einen deftigen Arschtritt bekommt, wenn man die Deadline überschreitet. Und tatkräftige Unterstützung vom Lektorat der Agentur.
Denn wie gesagt: Sie wollen ihre Schützlinge schon aus eigenem Interesse fördern.
Vorteile ist ganz klar die Unterstützung. Man muss sich um nichts mehr kümmern und kann unbesorgt schreiben und sich als Autor weiterentwickeln. Die Agentur ist eine Art rundum-sorglos Paket für den Autor. Sie formatieren die Leseproben, wie es die Verlage mögen, reden mit Lektoren aus Verlagen (hacken nach, wenn nach XY Wochen keine Rückmeldung kommt) und kümmern sich um alle juristischen Angelegenheiten sowie die Vertragsverhandlungen.
Dafür verlangt eine Agentur natürlich etwas. Und das ist nicht nur bei Vermittlung einen Anteil des Erlöses, sondern auch den Willen des Autors nicht nur stur Genre X abzudecken, sondern auch in Genre Y, Z und E zu schreiben. Außerdem muss ein Autor lernen sich zu organisieren. Das heißt, er muss, bevor er etwas anfängt zu schreiben, ein Exposé anfertigen und der Agentur vorlegen – und sich beim Schreiben auch an dieses Exposé halten. Dies hat den Sinn, dass ein Autor seine Zeit nicht für etwas verschwendet, das ihm vielleicht am Herzen liegt, aber auf dem Markt ein Interesse von null erzeugt.
Netto: Der Autor muss damit leben für die breite Masse der Leser zu schreiben und nicht für 200 oder 500 Menschen.
Die Agentur greift auch ein, wenn eine Idee zwar auf den ersten Blick gut wirkt, aber noch Löcher in Dramatik und Handlungsaufbau klaffen. Meist entwickelt dann der Agent/ die Agentin die Idee mit dem jeweiligen Autor weiter.
Man muss sich außerdem reinreden lassen und Kritik vertragen können.
Als Agenturautor ist man nicht länger naiver Schreiberling, sondern Business-Mensch.
Man muss wissen, was man zu schreiben bereit ist, über den Tellerrand schauen und auch hinnehmen müssen, wenn das Herzprojekt bei Verlagen kein Interesse weckt.
Eine Agentur hilft dem Autor immens, aber ist keine Garantie für einen Verlagsvertrag oder den nächsten Bestseller.


Was war für dich persönlich der größte Erfolg als Autorin?
Als ein Anruf mit den Worten „Sie wollen es.“ (= populäres Sachbuch) aus meiner Agentur kam.
Obwohl jeder Vertrag (ob Kurzgeschichte oder Roman) einen Nervenkitzel hat (der auch nie weniger wird), war dies bislang mein größte Erfolg.
Aber wer weiß, vielleicht toppt 2013 ein neuer Erfolg diesen Erfolg.
Die Literaturwelt ist ein großes Überraschungsei. Man kann zwar schütteln und wiegen, aber ob am Ende ein Figürchen drin ist, weiß man nur, wenn man das Ei knackt.


Welche Tipps kannst du anderen Autoren geben, die sich ebenfalls bei Literaturagenturen bewerben wollen?
Keep cool and stay calm.
Bloß nicht den Kopf verlieren und schlimmstenfalls den Agenten mit E-Mails und Anrufen bombardieren. Oder gar unhöflich werden (solche Fälle gab es schon).

Es ist, als bewirbt man sich für eine Arbeitsstelle und genau als solche sollte es auch verstanden werden. Wer denkt „mal schnell“ einen Bestseller landen zu wollen, der sollte lieber in eine der vielen Casting-Shows gehen.
Die Literaturwelt ist langsam, kräftezehrend und verlangt viel von einem Jungautor ab (am meisten Disziplin und Geduld). Wer jedoch am Ball bleibt, sich nicht unterkriegen lässt und auch Tipps von erfahrenen Autoren annimmt, wird seine Chance bekommen.

Vielen Dank für dieses Interview und weiterhin viel Erfolg auf deinem Weg als Autorin. 
Immer gerne, liebe Grit. Und ich hoffe, dass ich ein paar Jungautoren etwas helfen konnte. 

Das hoffe ich ebenso und auch, dass Euch dieses kleine Interview gefallen hat und Euch auf Eurem Weg als Autor weiterbringt. Was haltet Ihr von Literaturagenturen?



Grit
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